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Erlöse aus Second-Hand für Kindergärten in Issum und Sevelen

Gutes Tun in Issum und Sevelen : So wird aus Second-Hand Geld für die Kitas in Issum und Sevelen

9000 Euro gibt es für die Kindergärten in Issum und Sevelen. Die Erlöse stammen aus den Ki-IsS-Läden und dem Schuub-Laden. Ehrenamtliche sorgen dafür, dass die Ware sortiert und wieder verkauft werden kann.

(bimo) So schnell kann man gar nicht gucken, wie Marianne Grünler sich durch einen großen Berg gebrauchter Kleidung arbeitet. Routiniert schaut sie sich jedes Stück an und entscheidet, ob es im Second-Hand-Laden landet oder doch eher in der Tüte für die Kilo-Ware. Dann hat sie natürlich im Blick: Sommer-, Winterware, Damen-, Herren- oder Kinderkleidung. Ziemlich schnell ist der Kleiderberg abgearbeitet und der nächste blaue Sack an gespendeter Ware wird geöffnet. Seit Beginn des Second-Hand-Ladens in Sevelen ist Marianne Grünler dabei. „Sie hat ihren Platz gefunden“, sagt Anneliese Deckers lächelnd. Sie betreut die ehrenamtlichen Mitarbeiter der insgesamt drei Läden in Issum und Sevelen. Gemeinsam mit Elisabeth Stenmans verkündet sie die gute Nachricht, dass ein Teil der Erlöse aus den Läden auch in diesem Jahr an die Kindergärten in beiden Ortschaften weitergegeben werden kann. Das sind 9000 Euro, 20 Euro pro Kind, so habe es der Kirchenvorstand beschlossen, erklärt Elisabeth Stenmans. Denn die Läden laufen unter dem Dach der Kirchengemeinde St. Anna Issum-Sevelen. Mit den Erlösen werden nicht nur die Kindergärten unterstützt, die sich damit Dinge leisten können, die sonst nicht im Budget sind, wie spezielle Fortbildungen oder Theaterbesuche. Unterstützt werden aktuell auch zwei junge Familienväter, die ihren Führerschein machen. „Einer arbeitet bei Amazon und möchte von der Arbeit am Band umsatteln zum Paketboten“, erklärt Anneliese Deckers. Entweder über die Caritasberatungsstellen oder manchmal auch persönlich melden sich die Menschen, die Hilfe brauchen. Die bekommen sie auch ganz unbürokratisch. Elisabeth Stenmans erzählt von einer Dame, die am vergangenen Freitag im Laden war und für eine Familie mit drei Töchtern im Flutgebiet Winterkleidung und Schuhe suchte und fündig wurde. Anneliese Deckers berichtet von einer Familie aus dem Krisengebiet mit vier Kindern, die geflüchtet waren und mit nichts kamen. „Da konnten wir eine erste Einkleidung machen.“ Kurzfristig helfen können, das sei eine gute Sache.

Dafür stehen auch Marianne Grünler und Sigrid Schliszio gerne am Sortiertisch und arbeiten sich durch die Dinge, die Menschen für die Second-Hand-Shops spenden. Die Bitte ist, da die Ware für einen kleinen Preis weiterverkauft wird, wirklich nur gut erhaltene Kleidung abzugeben zu den Öffnungszeiten. Vom 23. Dezember bis 2. Januar machen die Second-Hand-Läden Betriebsferien.