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Entscheidung über Schulanmeldungen: So viele Klassen sollen in Geldern starten

Entscheidung über Schulanmeldungen : So viele Klassen sollen in Geldern starten

Mit wie vielen Eingangklassen die weiterführenden Schulen in Geldern nach den Sommerferien starten, soll der Hauptausschuss Ende April entscheiden. Der Vorschlag der Stadtverwaltung sollte alle Wünsche erfüllen.

Der politische Betrieb in Geldern liegt derzeit still, Ausschüsse und der Stadtrat tagen wegen der Corona-Krise nicht. So hat sich auch eine Entscheidung verzögert, die eigentlich nur wenig Aufschub duldet: Die Festlegung der Zügigkeiten an den weiterführenden Schulen in Geldern. Der Hauptausschuss soll sich am Dienstag, 28. April, mit diesem Thema beschäftigen.

Da der eigentlich zuständige Schulausschuss wegen der Kontakteinschränkungen nicht darüber beraten konnte, nimmt der Hauptausschuss diesen wichtigen Punkt mit auf seine Tagesordnung. „Sowohl die Eltern als auch die Schulen warten auf die Entscheidung, wie viele Eingangsklassen an der jeweiligen Schule gebildet werden. Aus diesem Grund werden wir das so schnell wie möglich beraten und festlegen“, so Bürgermeister Sven Kaiser. Gemäß dem Vorschlag der Stadtverwaltung könnten alle Schüler die gewünschten Einrichtungen besuchen. Die Stadt sieht fünf Eingangsklassen an der Gesamtschule, drei an der Realschule und sieben an den beiden Gymnasien vor. Davon sollen vier am Lise-Meitner-Gymnasium und drei am Friedrich-Spee-Gymnasium im neuen Schuljahr starten.

„Ich bin persönlich der Auffassung, hier nicht mit der zulässigen maximalen Obergrenze von 31 Schülern je Klasse zu arbeiten. Zum einen wirken sich kleinere Klassen positiv auf die Lernatmosphäre aus. Zum anderen können wir dann unkompliziert auf weitere Zuzüge reagieren“, so Kaiser.

Die Realschule An der Fleuth hat nach dem jüngsten Stand 88 Anmeldungen. Um hier dem Eltern- und Schülerwunsch zu entsprechen, müssen drei Eingangsklassen an der eigentlich zweizügigen Schule gebildet werden. Hier benötigt die Stadtverwaltung eine Genehmigung der Bezirksregierung für eine Überhangklasse, so war es bereits im vergangenen Jahr. Darum werden Politik und Stadtverwaltung zum kommenden Anmeldeverfahren noch einmal diskutieren, ob eine Zweizügigkeit generell ausreicht. Beschlossen ist, dass der Neubau der Realschule für drei Eingangsklassen ausgelegt wird. Das Gebäude soll nach aktuellem Stand im Schuljahr 2021/2022 fertig gestellt sein.

Lehnt der Hauptausschuss den Beschluss ab, muss die Realschule bis zu 30 Kinder abweisen. Es könnten dann nur zwei Klassen mit je 29 Kinder gebildet werden; im Ausnahmefall kann die Klassenstärke auch jeweils 34 Kinder betragen, da es im Südkreis Kleve keine andere Realschule mehr gibt.

Für die Gesamtschule Geldern liegen 126 Anmeldungen vor, damit sind fünf Eingangsklassen möglich. Für die beantragte und vorläufig genehmigte Sechszügigkeit hätten sich 150 Kinder an der 2018 gegründeten Schule anmelden müssen. Die Gesamtschule ist Schule des gemeinsamen Lernens, das bedeutet, dass die Klassengröße auf 27 Kinder begrenzt ist. Zehn Kinder mit Förderbedarf wurden der Schule zugewiesen.

Für die Gymnasien haben sich 188 Kinder angemeldet, 102 am Lise-Meitner-Gymnasium (LMG) und 86 am Friedrich-Spee-Gymnasium (FSG). Die Obergrenze von 31 Schülern pro Klasse wäre bei einer Sechszügigkeit nicht einzuhalten. Darum plant die Stadtverwaltung mit vier Klassen für das LMG und drei für das FSG. Das Lise-Meitner-Gymnasium ist räumlich für einen vierzügigen Betrieb ausgestattet und hatte zuletzt zum Schulbeginn in 2014 vier Eingangsklassen gebildet. Im vergangenen Jahr hatte es großen Wirbel um eine Überhangklasse am FSG gegeben, die zuletzt doch genehmigt wurde. Die Zahlen bestätigen das jährliche Phänomen: Mal liegt das Lise, mal das Spee bei den Anmeldungen vorne.