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Endlich Veerter Feuerwehrfahrzeug eingesegnet

Familientag fürs ganze Dorf : Mit Verspätung wurde Veerter Feuerwehrfahrzeug eingesegnet

Seit November 2019 steht das Auto der Wehr schon zur Verfügung. Wegen Corona musste die offizielle Übergabe aber verschoben werden. Der Bürgermeister stellt auch ein neues Feuerwehrhaus in Aussicht.

Auf großes Interesse stieß die Einsegnungsfeier für das neue Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF) der Feuerwehr in Veert auf dem Schulhof der Sankt Martinischule. Zurückzuführen war dies nicht nur auf die Anwesenheit zahlreicher Vertreter befreundeter Löscheinheiten, des Stadtrates und der Verwaltung. Vielmehr hatte das Team der Löscheinheit Veert um Organisatorin Rebekka Overhoff ganze Arbeit geleistet. So wurde aus dem freudigen Anlass für die Wehr auch ein schöner Familientag für das ganze Dorf. Unter anderem boten acht Spielstationen, frisches Popcorn, eine große Verlosung und viele Überraschungen für die Kinder beste Unterhaltung.

Die Einsegnung des neuen Fahrzeugs nahmen Pfarrer Ralf Streppel von der evangelischen und Kaplan Jan Aleff von der katholischen Kirche gemeinsam vor. Dabei verdeutlichten sie auch ihre Hoffnung, dass immer mehr Menschen dazu bereit sein sollten, sich in den ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr zu stellen. Für Heiterkeit sorgte eine Feststellung von Kaplan Jan Aleff: „Ich habe mal einen ganzen Liter Weihwasser mitgebracht. Gerade bei der Feuerwehr, sollte man ja nicht mit Wasser sparen.“

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Der Veerter Löscheinheitsleiter Thorsten Backhausen informierte die Gäste auch über den Entscheidungsprozess, der zum Kauf des neuen Fahrzeugs führte. „Unser bisheriges Fahrzeug ist noch heute einsatzfähig, obwohl es schon fast 30 Jahre und mehrere hundert Einsätze auf dem Buckel hat. Aber die Zeit bleibt auch bei der Entwicklung von Hilfsmitteln nicht stehen“, erklärte Thorsen Backhausen. So hätten sich einige Kameraden zusammengesetzt, um zusammenzutragen, was das neue Fahrzeug können muss, bevor man an die Stadt Geldern herangetreten sei. Dort stieß der Wunsch nach einer Investition in die Sicherheit nicht auf taube Ohren. Mehr als 300.000 Euro investierte Geldern in den „HLF-10“, der 2000 Liter Löschwasser direkt mit zur Brandstelle bringt und vor allem für die technische Hilfe bei Unfällen bestens gerüstet ist.

Bereits seit November 2019 steht das Auto der Wehr zur Verfügung. Bürgermeister Sven Kaiser: „Die umfangreiche Ausrüstung des Fahrzeugs lässt schon darauf schließen: Feuerwehr ist heute auch von den Aufgaben her wesentlich umfangreicher als früher. Insbesondere, wenn die Helfer verunglückten Personen zu Hilfe eilen, brauchen sie zeitgemäße Hilfsmittel“. Dabei schloss Kaiser ausdrücklich auch den Bau eines neuen Feuerwehrhauses mit ein. Dieses sei erforderlich und Kämmerer Thomas Knorrek habe hierfür Mittel eingeplant.

(RP)