1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Endlich Glasfaser: Nachzügler in Geldern bekommen Anschlüsse

Schnelleres Internet : Nachzügler in Walbeck bekommen Glasfaser

Seit Monaten warten Anwohner in Walbeck auf ihren Glasfaseranschluss. Nun ist er endlich da.

(webe) Anita Peters aus Walbeck hat endlich Glasfaser. Seit Januar hatte sie die Kabel vor ihrem Haus an der Tannenstraße liegen. Passiert ist lange Zeit nichts. Außer dass bei Regen ihr Keller unter Wasser stand, weil bei ihr ein Loch in der Wand klaffte, das sich nicht abdecken ließ. Zwei Tage, nachdem wir über den Fall berichtet hatten, meldete sich jemand bei ihr. Eine Woche später stand ein niederländischer Bautrupp vor ihrer Tür, um den Anschluss zu verlegen. Nach einer halben Stunde sei die Sache erledigt gewesen, berichtet die Rentnerin. „Die haben von innen ein Loch durch die Wand gebohrt, das Kabel durchgesteckt und angeschlossen.“ Um das große Loch in der Wand habe sie sich mit ihrem Sohn selbst gekümmert. Die Deutsche Glasfaser habe sich nicht bei ihr gemeldet – weder um sich für die Verzögerung noch für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Peters war eine von mehreren Anwohnern in Walbeck, die seit Monaten auf ihren Anschluss warten mussten. Genauso wie ihr Nachbar Karl-Heinz Delbeck, der den Vertrag bereits im April 2018 abgeschlossen hatte. Wie sie habe auch er nun seinen Glasfaseranschluss erhalten. Ins Internet kam die Seniorin zunächst trotzdem nicht. Dafür musste erst noch eine Verbindung zum Router hergestellt werden. „Das war aber klar“, erzählt Peters. Johannes Quinders, der in Walbeck als Vertriebler für die Glasfaser im Einsatz ist, musste kommen. Weil Peters nicht den „Glasfaser“-Router übernommen hat, stimmten die Einwahldaten nicht überein. Mittlerweile habe sie aber Internet. „Dass es jetzt bedeutend schneller ist, kann ich nicht sagen“, meint Peters, „aber es läuft.“

Ihr Sohn hatte sie zur der Umstellung auf Glasfaser überredet. „Glasfaser ist die Zukunft“, hatte er gesagt. Er selbst wohnt gleich um die Ecke am Flutweg und wartet immer noch auf seinen Anschluss. Alle anderen auf seiner Straße hätten ihn schon. Auch an der Kevelaerer und der Ringstraße seien noch nicht alle Anschlüsse verlegt, habe sie von Nachbarn erfahren, erzählt Peters. Aber die Deutsche Glasfaser sei dabei, die noch ausstehenden Anschlüsse abzuarbeiten. Solange kommt ihr Sohn eben zu ihr, wenn er ins Internet möchte.