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Straelen: Ein Straelener Schandfleck verschwindet

Straelen : Ein Straelener Schandfleck verschwindet

Seit Jahrzehnten stößt die kurze Passage zwischen Markt, Hochstraße und Kleinem Markt in Straelen böse auf: Zu dunkel und vernachlässigt sei sie. Darin sind sich viele Bewohner der Stadt einig.

Nun geht es dem Schandfleck in der Nähe des Marktes an den Kragen. Aus dem "Pilz", wie der Durchlass vor Ort besser bekannt ist, wird bald ein "Baum" werden. So wollen es die Schüler der Klasse 9 der Straelener Sekundarschule. Den Anstoß zur Schandfleck-Beseitigung gaben die Vertreter der Straelener Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG), einer Interessengruppe, zu der auch Gewerbetreibende rund um den Markt gehören. Einer von ihnen ist Blumenhändler Manfred Gatzweiler. "Mein Laden liegt nicht weit weg vom ,Pilz', daher weiß ich, welches schlechte Image dieses Stück der Innenstadt hat." Gatzweiler denkt wie viele, die das Verschönerungs-Projekt begleiten, dass das Ergebnis der Schülerarbeit in der Stadt gut ankommen wird: "Diese Ecke war immer eine für viele Schandtaten. Damit ist dann hoffentlich bald Schluss. Die Abkürzung von der Hochstraße zum Kleinen Markt wird von vielen genutzt. Die Menschen sollten sie auch gerne nutzen."

Thomas Schmitz, Lehrer der Sekundarschule Straelen/Wachtendonk, weiß, dass seine Schüler mit dem Herzen dabei sind: "Es hat im Unterricht nur eine Doppelstunde gedauert, dann war die Projektplanung abgeschlossen." Der "Pilz" wird mit einem Baum-Motiv bemalt, dazu soll es später ein Metallgitter geben, an dem "Liebesschlösser" angebracht werden können. Auch eine Bepflanzung soll es zukünftig geben. Bis dahin ist noch harte Arbeit nötig. Manfred Gatzweiler, der selber den Pinsel schwingt, berichtet: "Nachdem über 30 Jahre nichts getan wurde, dauert es, bis der Mauergrund gereinigt ist und die Farbe aufgetragen werden kann." Damit haben die Schüler nun begonnen. Bis zum Ferienbeginn hoffen sie, fertig zu sein.

(buer)