Wachtendonk: Ehrenamtler kritisieren Landrat Spreen

Wachtendonk: Ehrenamtler kritisieren Landrat Spreen

Die Vorwürfe über schlechte Organisation, nächtlich campierende Menschen und unwürdige Umstände bei der Klever Ausländerbehörde häufen sich. In einer Mitteilung dankt die Wachtendonker Gruppe "Mit-Menschen" den Gelderner Ehrenamtlern, die sich mit ihrer Klage über das Problem an die RP gewandt haben.

"Von Wachtendonk, das nun wirklich zum südlichsten Punkt des Kreises Kleve gehört, ist es unmöglich, sich morgens derart zeitig auf den Weg zu machen, damit man rechtzeitig zur Ausgabe der Tickets bei der Ausländerbehörde ankommen kann", schreiben die Aktiven. "Selbst einer Familie, die ein Ticket ergattert hatte und bis nachmittags gewartet hatte, wurde mitgeteilt, nun sei Schluss und sie sollten am nächsten Tag wiederkommen." Man würde wohl kaum auf die Idee kommen, dass eine deutsche Familie das mit sich machen ließe.

"Beklagen müssen wir auch, dass die Ausländerbehörde telefonisch fast nicht zu erreichen ist. Bei der Telefonzentrale erhält man die Auskunft, man solle persönlich vorstellig werde, und das für teils lapidare Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden könnten", heißt es weiter. "Ehrenamtler unserer Gruppe Mit-Menschen haben bereits vor Wochen Schreiben Richtung Landrat Spreen geschickt, um auf die Öffnungssituation bei der Ausländerbehörde aufmerksam zu machen, wurden aber mit einem lapidaren Standardschreiben über angebliche Verbesserungen abgeblockt."

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Es sei zudem ein Rätsel, warum Flüchtlinge nach Mitteilung ihrer Anerkennung noch neun bis zehn Monate auf ihren Pass warten müssten: "Warum dauert das so lange?"

(RP)
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