Drei Bands sorgten für gute Stimmung bei den Zuhörern in Issum.

Musik : Elektrisierende Rocknacht in Issum

Premiere im Bürgersaal: Die Bands „Ageless“, Sacred Groove“ und „The Roof“ heizen dem Publikum ordentlich ein. Veranstaltung von Kulturkreis, Torsten Pauli und Stefan Kosmalla. Eine Wiederholung ist geplant.

Rockiger Sound, wummernder Beat, laute Pfiffe und Applaus aus dem Publikum: Die Rocknacht im Issumer Bürgersaal lässt keine Füße still stehen. Pünktlich um 20 Uhr gehen fünf Gocher Jungs, besser bekannt unter ihrem Bandnamen „Ageless“, auf die Bühne. „Das wird eine mega geile Nacht“, verspricht Leadsänger Chris Oster. Dieses Versprechen wird bei Weitem übertroffen. Mit ihrer Rockoper „Ashes“, die von nachdenklichen Rockballaden bis zu schnellem Melodic Hardrock reicht, wird die Menge zum Toben gebracht. Mit jedem weiteren Song füllt sich der Saal. „Ashes“ erzählt eine Geschichte voller Illusion und Verrat, von Zerstörung und Wiederauferstehung. „Die Rockoper ist sehr gesellschaftskritisch“, bestätigt Gitarrist Florian Gems.

Seit August 2018 spielen die Jungs in der jetzigen Konstellation. Die habe sich sehr lustig ergeben, erzählt Keyboarder Michael Jakubowski lachend. Er und Gitarrist Flo seien lange Zeit Nachbarn gewesen, hätten aber nie miteinander gesprochen. Bis Leadsänger und Gitarrist dann auf den Keyboarder aufmerksam wurden und ihn in die Band holten. Bassist Tim Hackstein und Schlagzeuger Lukas Ingenbleek seien von anderen Bands abgeworben worden, erzäht Mel Bauer, Managerin der Gruppe.

Auf der Bühne stimmt die Band ihr nächstes Lied „Over Confidence“ an. Inspiriert durch Queen, Kiss und Deep Purple, haben sie ihre Songs entwickelt. „Wir haben eine Basis, auf der wir alle das Gleiche hören. Aber wir hören auch alle mal ganz unterschiedliche Musik“, sagt der 23-jährige Keyboarder. Sie haben nicht nur „08/15“ Musik machen wollen, weshalb ihre Lieder sehr facettenreich seien, so die Band.

Erfolge hat die Band zu verzeichnen. Beim Bandcontest zum „Geldernsein“-Festival ging sie als Sieger hervor. „Wir haben als Gocher Band nicht gedacht, was in Geldern zu reißen“, berichtet der 28-jährige Leadsänger. Lokale Bands hätten es oft leichter, die Menge zu begeistern, und würden eher gewinnen.„Wir wollten nur unsere Musik zeigen“, sagt Leadsänger Chris Oster. Es mache einfach überall Spaß, zu spielen, und sei immer wieder unbeschreiblich. So auch ihr Fazit zu der Rocknacht in Issum.

Zwei weitere Rockbands vom Niederrhein haben dem Issumer Bürgersaal eingeheizt. „Sacred Groove“ aus Kleve spielten energetischen und melodischen Metal von ihrem aktuellen Album sowie neue Songs. Leadsängerin Alona Levina begeisterte mit ihrer starken Stimme und lud die Menge zu „Bierchen“ und Gespräch mit ihr und der Band nach dem Auftritt ein.

„The Roof“ aus Duisburg fesselte die Zuschauer schließlich mit Cover-Versionen von allen großen Rockklassikern von AC/DC bis ZZ Top. Mit viel Herzblut spielten sie die Songs ihrer eigenen Helden.

Präsentiert wurde der Abend im Bürgersaal vom Kulturkreis Issum in Zusammenarbeit mit Torsten Pauli vom Bürgersaal und Stefan Kosmalla von Rockline Sound & Light. „Diese Geschichte ist zustande gekommen, weil sich Leute dafür zusammen gefunden haben“, so Thomas Bierschenk vom Kulturkreis Issum.

Und nach dieser elektrisierenden Rocknacht sind sich alle einig: Weitere gemeinsame Veranstaltungen sollen folgen.

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