Drei Bands in der Bofrost-Halle in Straelen.

Revival in Straelen : Der Martinsrock ist wieder da

Drei abwechslungsreiche Bands, leckere Drinks und Snacks und viele feierfreudige Besucher: Das Revival der Veranstaltung brachte die Bofrost-Halle zum Beben und war eine willkommene Rückkehr zur handgemachten Musik.

„Es ist richtig nostalgisch, jetzt wieder eine neue St.-Martins-Rocknacht zu feiern. Ich weiß noch, wie wir hier mit der Clique gefeiert haben. Das war damals richtig super, und das Beste: Auch heute Abend ist es hier richtig geil“ Wie Besucher Stefan van der Heyden (36) freuten sich noch viele andere Gäste am Samstagabend über die Auferstehung der Event-Reihe.

Dass die St.-Martins-Rocknacht wieder ihre Tore öffnete, lag an Heinz Borghs, dem Pächter der Bofrost-Halle. Er selbst hat viele Jugenderinnerungen an die Veranstaltungsreihe: „Wir sind hier zu den ganzen Partys gegangen. Ich fand es immer schade, dass die Reihe eingestellt wurde, denn dieses ganze Genre, Rock, da stehen noch echte Menschen auf einer Bühne. Das ist meine Vorstellung von Musik. Ich hoffe, dass wir auch die jüngere Generation erreichen und mit diesem Abend neue Erinnerungen für neue Leute schaffen können.“

Er wollte bewusst unterschiedliche Bands für einen lockeren Abend organisieren: „Die Recherche brauchte viel Zeit, und am Ende mussten alle Gruppen an meiner Tochter vorbei. Hier kommt keiner hin, der einen schiefen Ton singt.“ Als erstes kam Michael Weirauch auf die große Bühne und lieferte mit seinem akustischen Rock-Programm einen gelungenen Einstieg in den Abend ab. Bereits während der ersten zwei, drei Lieder war die Halle gut gefüllt. Die Besucher sangen einige der liebevoll gemachten und auf ganz eigene Weise interpretierten Cover-Songs kräftig mit. „Das war ein richtig gemütlicher Party-Start“, fand Jerome Novak.

Wie immer bei den von Borghs organisierten Feiern gab es auch etliche leckere Möglichkeiten. Egal, ob man nun den kleinen Hunger mit einem erstklassigen Crispy-Chicken-Burger befriedigen, oder mit einem Longdrink seinen Freunden zuprosten wollte. Sehr beliebt war der „Lillet Wild Berry“-Likör, den die Auszubildende und Mitorganisatorin Alina Mülders auf den Feiern von Borghs eingeführt hatte. „Hier kann man echt lecker trinken“, lobte Mara Küppers (23). „Das Programm und die Bands sind auch einfach toll.“

Der Rock-Faktor wurde schließlich bei der zweiten Formation noch einmal richtig aufgedreht. Die noch junge Gruppe „Red Cups“ stand nämlich auf der Bühne, die aber aus vielen erfahrenen Musikern besteht.

Sie heizten dem Publikum richtig in der Bofrost-Halle ein. Erst mit weiß-roten 50er Jahre-Jacken und danach mit passenden 90er-Jahre-Grunge-Outfits, die perfekt zu ihren Songs passten. „Oh, mein Gott. Die Location, die Lieder, das ganze Feeling: Da kommen so viele Erinnerungen hoch, einfach super“, sagte Besucher Michael Stammen (41).

Ihren patentierten „Happy Metal“ präsentierte zum Abschluss „Lewinsky“ und sorgten mit ihren knalligen Klängen noch nachts bis viertel vor zwei Uhr für ausgelassene Stimmung. Sie beschenkten die Gäste, wie auch die beiden vorherigen Formationen, noch mit einigen Zugaben, da das Party-Volk von der Gute-Laune-Atmosphäre einfach nicht genug bekommen konnte.

„Ich bin absolut zufrieden. Die Leute wissen noch, wie man eine Rockparty feiert“, meinte Heinz Borghs abschließend.