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Geldern: Discounter: CDU plant Bürgerbefragung

Geldern : Discounter: CDU plant Bürgerbefragung

Gibt es in der Diskussion um einen Netto-Discounter am Küppersteeg bald Klarheit? Wenn es nach CDU-Ortsverbandsvorsitzendem Patrick Simon und Bürgermeister Ulrich Janssen geht, vermutlich sogar schon in absehbarer Zukunft.

Denn die beiden Christdemokraten planen eine Art Bürgerbefragung, die möglicherweise bis Mitte August ein Meinungsbild für oder gegen die geplante Neuansiedlung ergibt.

Bekanntlich hat sich in Walbeck Widerstand in nicht bekannter Größe gegen den Discounter formiert. Vor allem die Zunahme des Verkehrs durch Kunden und Anlieferung ist manchem Bürger ein Dorn im Auge. Zumal die Engstelle vor dem Hospiz dann noch mehr Autos aushalten müsste. Vom zusätzlichen Lärm ganz zu schweigen, argumentieren die Gegner seit langem.

"In der Volksbank, Sparkasse oder der Postagentur könnte eine verschlossene Wahlurne der Stadt aufgestellt werden, in die die Walbecker ihre Abstimmungskarten einwerfen könnten", wird Simon gegenüber der RP schon mal ein bisschen konkret — schließlich muss das Vorhaben erst noch mit seinen Vorstandskollegen abgestimmt werden. Doch sollte die dortige CDU-Spitze ebenfalls an dem Vorhaben Gefallen finden, würden schon bald 2500 Haushalte Post erhalten. Darin befänden sich Abstimmungskarten, mit denen für oder gegen das Projekt votiert werden kann. Eine Abstimmung, die zwar keine Rechtsverbindlichkeit besitzt. Die den Politikern im Stadtrat aber die Entscheidung über die Neuansiedlung erheblich erleichtern würde — eine entsprechende Beteiligung vorausgesetzt.

Für die Ergebnisfindung schwebt Bürgermeister Ulrich Janssen schon ein gewisses Prozedere vor: An einem Wochenende sollte die Auszählung öffentlich in einem Walbecker Lokal stattfinden. Dabei könnten die Bürger zuschauen. Anschließend würde dann das Ergebnis verkündet.

(RP/rl)