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Die zwei Schoenen vom See traten in Oermten auf.

Duo aus Oermten : Amüsante Schwestern-Geschichten

Der Mehrgenerationenplatz in Oermten wurde zur Kulturbühne. Die „zwei Schoenen vom See“ schwelgten in Kindheitserinnerungen. Die Besucher hatten Picknickdecken und Kühltaschen mitgebracht und hörten gebannt zu.

Die Gäste kamen mit Sack und Pack, mit Picknickdecken, Stühlen und Tischen, jeder Menge an Getränken und Leckereien aus den Kühltaschen. Der Ort war außergewöhnlich. Die „zwei Schoenen vom See“ hatten in Oermten zur Kultur unter freiem Himmel geladen. Treffpunkt war die Wiese mit Anhöhe entlang des Wartehäuschens auf dem Mehrgenerationenplatz.

Die zwei Schoenen vom See sind die Schwestern Karin Schoenen-Schragmann und Christel-Johanna Schoenen-Schlootz. Sie verstehen ihr Handwerk der leichten beschaulichen Unterhaltung, den Flirt mit ihrem Publikum. Ein bisschen Aufregung und ganz viel Vorfreude auf die Begegnung mit Menschen bestimmte die Situation vor dem Auftritt.

Der letzte lag Pandemie-bedingt fast anderthalb Jahre zurück. Der Waggon am Oermter Bahnhof bot ihnen die Bühne. Die Zeit danach haben die Schwestern für das Schreiben neuer Geschichten, naturverbundener Gedichte und Lieder über Froschgesang und Hummelflug genutzt, die sie nun ihrem Publikum präsentierten.

Ganz nach dem Motto „Augen zu und Poesie auf die Ohren“ gab es direkt zu Beginn ein Gedicht zum Warmwerden und ein Lied zum Wohlfühlen. Die Stimmung im Publikum stieg, denn diese Kombination – Kultur unter freiem Himmel mit Freunden zu genießen – war kaum zu toppen. Die zwei Schoenen vom See schipperten in sicheren Gewässern, als dann Karin Schoene-Schragmann sich an Kindertage mit sommerweißen Kniestrümpfen, Kirchgang, den Duft von Rindfleischsuppe mit Fettaugen, den Besuch von Onkel Martin und Tante Trudchen aus Eschweiler erinnerte. Sie brachten in das Drei-Generationen-Haus im idyllischen Oermten so ganz neue, vor allem modische Akzente. Vor allem die schlanke Tante Trudchen in ihrem braunen Kostüm im Chanel-Stil, während Mutter und Großmutter luftig-leichte Sommerkleider trugen, über die sie sich schützende Sonntagsschürzen banden. Szenen und Beobachtungen aus Kindertagen, die beim Publikum eigene Erinnerungen wachriefen und mit einem Lachen bestätigt wurden.

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Eingeladen hatten die Schoenen außerdem Paula Becker, die Kunstblumen-Floristmeisterin aus Düren. Und als Paula dann loslegte, wie ihr der Schnabel gewachsen war, gab es kein Halten mehr. Sie klagte ihr Coronaleid mit Speckgürtel, dem plötzlichen Ende des Lockdowns, erzählte von ihrer „Orientierungsintoleranz“, die sie bei der Anreise über die A 40 mit Waage vor der Rheinbrücke beinahe überfordert hätte. Aber alles ist kein Problem, denn die redefreudige Paula hatte selbst dazu eine Lösung.

Mit der Kunstfigur Paula Becker traf Karin Schoenen-Schragmann den Nerv des Publikums und erntete satten Applaus zwischendurch. Da sich Regen angekündigt hatte, zogen die Schwestern ihr Programm ohne Pause durch.

Die Picknickeinladung gilt als Auftakt. Am 21. November, 18 Uhr, laden die zwei Schoenen zu ihrem brandneuen Programm ein. Informationen und Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei Vera Nabbefeld, Gemeinde Issum, Telefon 02835 1024.