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Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Kleve hat im Juli zugenommen.

Arbeitslosenzahlen für das Gelderland : Typisches Sommerloch auf dem Arbeitsmarkt

Von einem typischen Sommerloch spricht die Agentur für Arbeit in Wesel beim Blick auf die Juli-Zahlen. „Der Beginn der Sommerferien macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Dabei geht der Zuwachs bei den Arbeitslosen zu einem großen Teil auf abgeschlossene Berufsausbildungen vor den Ferien zurück.

Manche Unternehmen haben über Bedarf ausgebildet oder beschäftigen ihre Auszubildenden aus anderen Gründen nicht weiter, sodass sich diese Absolventen für den Übergang arbeitslos gemeldet haben. Bei über 8700 offenen Stellen in den Kreisen Wesel und Kleve, die sich größtenteils an Fachkräfte richten, haben sie gute Chancen, in Kürze eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden“, so Barbara Ossyra, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Wesel.

Insgesamt 23.385 Arbeitslose waren dort im Juli gemeldet. In den Kreisen Wesel und Kleve waren dies gegenüber dem Vormonat 527 Personen oder 2,3 Prozent mehr. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit festzustellen, und zwar um 1.233 Personen oder fünf Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei sechs Prozent. Im Kreis Kleve waren 8689 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Anstieg um 255 Personen oder drei Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit um 588 Personen oder 6,3 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote bei 5,6 Prozent.

  • Agentur für Arbeit Wesel
Barbara Ossyra
    Aktuell im Kreis Wesel : Arbeitsmarkt im typischen Sommerloch
  • Die Arbeitslosenzahlen sind gestiegen (Archivbild).
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  • Im Gelderland verzeichnet die Arbeitsagentur weniger
    Arbeitsmarkt : Erneut weniger Arbeitslose im Gelderland

Im Geschäftsstellenbezirk Geldern ist die Arbeitslosigkeit von Juni auf Juli um 60 auf 1906 Personen gestiegen. Das waren 132 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 3,7 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,0 Prozent. Der Bestand an freien Arbeitsstellen ist im Juli um 30 Stellen auf 725 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es sechs Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 108 neue Arbeitsstellen, 33 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar wurden in Geldern 777 freie Arbeitsstellen gemeldet, das sind 152 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Geschäftsstelle Goch, die auch für Weeze und Kevelaer zuständig ist,  ist im Juli um 80 auf 2133 Personen gestiegen. Das waren 150 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 4,9 Prozent (2018: 5,2 Prozent). Dabei meldeten sich 467 Personen neu oder erneut arbeitslos.