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Die VHS-Sommerakademie fand wieder am Oermter Berg statt.

Veranstaltung der VHS : Kreative Werkstatt am Oermter Berg

Wegen der Corona-Pandemie musste die Volkshochschule einige Veranstaltungen ihrer Sommerakademie absagen. Dennoch hatten Maler, Bildhauer und Literaten genügend Möglichkeiten, ihre Ideen umzusetzen.

Den hinlänglich bekannten Einschränkungen zum Trotz: Große Teile der Sommerakademie der Volkshochschule Gelderland auf dem Oermter Berg gingen jetzt erfolgreich über die Bühne. Fachbereichsleiterin Regina Sprick musste lediglich die Tagesveranstaltungen Blues-Harp-Workshop, Bogenbau und intuitives Bogenschießen sowie Entspannung mit Klangschalen im Schönstatt-Zentrum absagen. Während jeweils sieben Maler und Bilderhauer insgesamt über fünf Tage kreativ waren, gab’s für 13 „Schreiberlinge“ drei Tage lang wertvolle Tipps.

Die Malschule bot sowohl grundlegende Einführungen als auch freies Arbeiten in selbstgewählten Techniken. „Macht hier, was ihr nicht könnt“, ermunterte Rosa Gabriel, die nach 26 Jahren als Leiterin der Sommermalschule weiß, wie sie ihre kreativen Schützlinge unterstützen kann. Ihre Anregungen wurden begeistert aufgenommen. Gabriel ermunterte jeden Teilnehmer, sich konsequent auf den jeweils eigenen Ansatz zu besinnen und sparte nicht mit Lob. Irina, die die Malerei erst vor drei Monaten als Hobby für sich entdeckt hat, traute sich gleich an große abstrakte Formate. Kaum waren die ersten schwarzen Striche aufgetragen, entwickelte sich eine Art Höhle. Wegen der Verbundenheit zum „Ort des Geschehens“ verwendete sie Steinchen und Erde vom Oermter Berg. Ihrer ersten Eingebung folgte Esther, die ein rot-gelb-goldenes Kornfeld sah und umsetzte. Gerd, der wie Esther zum dritten Mal dabei war, hatte sich von einem Foto mit seiner Enkelin inspirieren lassen, wobei er den Hintergrund neu gestaltete.

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„Alles steckt im Stein. Nur das, was zu viel ist, muss entfernt werden“, lautete das Motto von Monika Bänsch, Leiterin der Bildhauer-Werkstatt. Dagmar sah in einem Tuffstein von Beginn an einen Teufel. In Ehrfurcht vor dem „Schönstatt-Ort“ ließ sie auf der Rückseite eine Mutter Gottes erscheinen. Zufrieden mit ihrem Werk, fertigte sie einen weiteren Stein, der den Eingang ihrer „Musenmühle“ zieren wird. Während Ute sich an eine Vollplastik-Katze wagte, war Silvia mit ihrem Wasserfall im Kopf zur Erkenntnis gelangt: „Wie es wird, bestimmt der Stein.“ Die Bildhauer zeigten sich sehr zufrieden mit der Qualität des Materials. Steine mit Steineinschlüssen sind besser geeignet als Sandeinschlüsse, durch die sich Löcher ergeben können.

Als Vertretung für Elisabeth Kuhs sprang Ursula Fichtner als Leiterin der Schreibwerkstatt „Spielend schreiben“ ein. Ihre Aufgaben für fiktionale Texte bekam die Überschrift „Traumwelten“. Die Teilnehmer befassten sich mit Fabeln, Kurzgeschichten, Elfchen und Gedichten. Aus dem freien Impuls „Liebesbrief an einen Gegenstand“ formte Kathrin, die zum ersten Mal überhaupt an einer Schreibwerkstatt teilnahm, bezeichnend: „Nie hast du mir den Dienst versagt, auch nicht bei heiteren Reimen und Nonsens-Blödeleien. Ich hoffe, wir bleiben zusammen, dass ewig deine Tinte weiter fließt, du mein geliebter Füllfederhalter.“

Unmittelbar vor der Abschlusspräsentation aller Ergebnisse hatte die Volkshochschule zu Kaffee und Kuchen eingeladen.