Die SPD Kerken wünscht sich ein Ärztehaus

Kommunalpolitik in Kerken : SPD Kerken wirbt für ein Ärzte-Haus im Ort

Die Idee treibe die Kerkener SPD schon länger um, sagt Fraktionsvorsitzender Uwe Priefert. Es geht um ein Ärztehaus für Kerken. Der passende Ort ist auch schon gefunden, wenn es nach der SPD geht. Ins Auge gefasst haben sie das Jugendheim in Aldekerk.

Das gehört der katholischen Kirchengemeinde, steht aber zum Verkauf. Die Gemeinde Kerken hat ein Vorkaufsrecht. Und der Gemeinde könne es nur entgegenkommen, wenn sie die ärztliche Versorgung in den Ortschaften halten könne.

Die sieht der SPD-Mann bedroht. In Nieukerk gebe es drei, in Aldekerk zwei Ärzte. Davon seien vier Mitte oder Ende 50 und damit durchaus in einem Alter, „in dem darüber nachgedacht werden könnte, aufzuhören“, sagt Priefert. Mit dem Konzept eines Ärztehauses will man sich für die Zukunft aufstellen und attraktiv für Ärzte werden. Auf den 600 Quadratmetern des Jugendheims wäre Platz für vier Ärzte, rechnet Priefert vor. Die Lage sei optimal, weil zentral, Parkmöglichkeiten teilweise schon vorhanden und die Bausubstanz gut.

Dass die Gemeinde beim Thema Ärzte im Ort aktiv werden muss, darüber sei man sich parteiübergreifend einig. Über die Idee Ärztehaus habe es bereits Gespräche mit Kerkens Bürgermeister Dirk Möcking und der Kerkener CDU gegeben. Die wolle man mit ins Boot holen, sagt Priefert. So möchte die SPD, die keine Mehrheit im Rat hat, dafür sorgen, dass es nicht nur bei der Idee bleibt. Möglichst bald soll der Antrag dazu gestellt werden. „Wir von der SPD wollen das nicht mehr auf die lange Bank schieben“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Ein Ärztehaus in Kerken „kann ich mir vorstellen“, sagt Bürgermeister Möcking. Aber noch ist das Jugendheim in Aldekerk nicht erworben. „Wir sind in Verkaufsverhandlungen“, sagt Möcking. Allerdings sollte das Gebäude weiterhin als Begegnungszentrum genutzt werden. Außerdem sieht er nicht allein die Gemeinde Kerken als diejenige, die ein Ärztehaus umsetzen könnte. „Das könnte auch aus der freien Wirtschaft kommen“, so Möcking.

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