Unsere Woche: Die Riesentrasse vor der Tür

Unsere Woche: Die Riesentrasse vor der Tür

Bei vielen Ämtern haben gestern sicher die Leitungen geglüht. Nachdem die Firma Amprion bekannt gegeben hat, mit welcher Trasse sie in das Genehmigungsverfahren einsteigen will, wissen auch die Kommunen zumindest so in etwa, was auf sie zukommt. Doch weil eben vieles noch offen ist, gibt es auch eine große Verunsicherung. Der Bereich, der für die Trasse freigehalten wird, ist rund 1000 Meter breit. Da kann jetzt noch gar nicht genau gesagt werden, wer wie betroffen ist.

Daher ist es positiv, dass das Stromunternehmen nicht lange warten und zügig die Bürger informieren will. Im Januar stehen die ersten Veranstaltungen an.

Dass schnell informiert wird, ist wichtig. Auch weil die Leitung bereits 2021 gebaut werden könnte. Bei Projekten dieser Dimension ein ungewöhnlich kurzer Zeitraum.

Aufatmen werden sicher viele, die Angst vor den Riesenmasten hatten, die bereits auf der rechten Rheinseite bei Rees errichtet wurden. Statt dessen wird es Erdkabel geben. Dafür hatten viele Bürger protestiert. Also wird Amprion auch davon ausgehen, dass es wenig Widerstand gegen die Pläne geben wird.

  • Unsere Woche : Die Riesentrasse vor der Tür

Denn eins ist klar: Die Energiewende wollen fast alle. Und dann müssen auch die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass der Ökostrom von den Windparks im Norden in den Süden transportiert werden kann.

sebastian.latzel@rheinische-post.de

(RP)