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Issum: Die neue Chefin der Grimm-Schule

Issum : Die neue Chefin der Grimm-Schule

Sabine Ulpke hat mit Beginn des neuen Halbjahres die Führung der Gemeinschaftsgrundschule Issum übernommen.

Noch vor wenigen Tagen hatte Sabine Ulpke an ihrer alten Wirkungsstätte Halbjahres-Zeugnisse verteilt, nun hat sie den Einstand an ihrer neuen Schule hinter sich gebracht. Mit Beginn des neuen Halbjahres ist sie neue Schulleiterin der Brüder-Grimm-Gemeinschaftsgrundschule in Issum.

Sechseinhalb Jahre lang hat sie zuvor die Geschicke der Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule in Sonsbeck geleitet. Weil sie nun eine Fortbildung abgeschlossen hat, sah sie den Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen. "Ich bin jemand, der sich gerne verändert", sagt Sabine Ulpke über ihren Wechsel nach Issum und begründet: "Veränderung ist wichtig, um Kreativität auszuleben und neue Menschen kennen zu lernen."

Vor allem für letzteres hat Sabine Ulpke in Issum viel Zeit. Rund 260 Kinder und das Kollegium sind neugierig auf ihre neue Schulleiterin - und andersherum. "Fest steht, dass ich mich nicht im Büro verstecken werde und bevorzugt Verwaltungsaufgaben erledige", sagt die neugierige Schulleiterin, "ich habe immer viel Wert darauf gelegt, so viel Unterricht zu geben, wie es die Aufgabe einer Schulleiterin möglich macht."

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Zu Beginn ihrer Issumer Amtszeit gestaltet sie den Sportunterricht der 4. Klasse mit. Die Kinder haben ihr gleich einmal den Parcours für ihre "Winterspiele" vorgestellt. "Das klingt spannend, weil ich so etwas in dieser Form noch nicht kenne", sagt Sabine Ulpke, die im Sport eher im Geräteturnen und in der Leichtathletik zuhause ist. "Diskus- und Speerwerfen haben mich immer am meisten fasziniert. Aktuell bin ich aber vor allem als Joggerin unterwegs."

In ihrer Wahlheimat Duisburg-Baerl gibt es dafür genügend Strecken. Die gebürtige Münsteranerin zog es nach dem Studium in der westfälischen Domstadt der Liebe wegen nach Duisburg. Dort hatte sie an verschiedenen Schulen im Stadtgebiet gearbeitet. Erst in Rumeln, dann in Wedau im Süden der Stadt, später in Meiderich. "Dort sprachen rund 90 Prozent der Kinder Türkisch." Sabine Ulpke hatte damals, auch aus ihrer Neugier heraus, diese Sprache gelernt. "An meiner nächsten Station in Sonsbeck habe ich die Sprachkenntnisse nicht mehr gebraucht."

"Wohl auch in Issum nicht", wirft Issums Bürgermeister Gerhard Kawaters ein. Er ist froh, dass die Brüder-Grimm-Schule nun wieder eine "richtige" Schulleiterin hat. "Ich muss aber betonen, dass Christel Münster als kommisarische Schulleiterin tolle Arbeit geleistet hat", sagt Kawaters. Auch Sabine Ulpke lobt: "Mein erster Eindruck ist, dass ich in ein gutes Team gekommen bin."

Bei jemandem, der so gerne unterwegs ist und so gerne etwas neues probiert wie Sabine Ulpke, muss die Frage erlaubt sein, wie lange sie an der Brüder-Grimm-Schule arbeiten möchte. Ulpke lacht: "Ich bin eben erst an der neuen Schule angekommen. Ich will mir gerade keine Gedanken über das Nächste machen." Etwas nachdenklicher sagt sie dann: "Ich bin nun 58 Jahre alt, mal schauen, wie lange ich noch im Lehrerdienst sein werde." Sie könne sich vorstellen, später auch ihre Zusatzqualifikation als Supervisorin zum Beruf zu machen: "An diesem Beruf ist der Blick auf die Dinge faszinierend. Vielleicht mache ich das, bis ich 70 bin, oder noch länger", sagt Ulpke.

(buer)