Gelderland: Die Landwirte im Gelderland finden den Frost gut

Gelderland: Die Landwirte im Gelderland finden den Frost gut

Der bislang milde Winter dreht jetzt richtig auf und gönnt uns in den nächsten Tagen kaltes Wetter mit viel Sonnenschein. "Uns Landwirte freut es, denn das Wetter kommt unseren Kulturen und Böden zugute", erklärt Wilhelm Hellmanns von der Kreisbauernschaft Geldern.

"Die niedrigen Temperaturen wirken sich positiv auf die Bodenstruktur aus", erklärt der Vorsitzende.

In frostigen Nächten entstehe die so genannte Bodengare. Dabei gefriert das im Boden enthaltene Wasser und dehnt sich aus. Große Erdklumpen werden dadurch zerteilt und zerkrümelt, der Boden wird also gelockert. "So bekommen wir perfekte Bedingungen für die anstehenden Frühjahrsarbeiten und die Aussaat von Rüben beziehungsweise das Pflanzen von Gemüse sowie Kartoffeln und Co.", sagt Wilhelm Hellmanns.

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Die vor dem Winter ausgesäten Pflanzen, wie zum Beispiel Winterweizen, haben kein Problem mit der Kälte, im Gegenteil: Sie benötigen tiefe Temperaturen und Kältereize, um aus ihrer Vegetationsruhe zu erwachen. "Man nennt das Vernalisation. Durch die Kälte wird das Wachstum der Pflanzen angeregt." Schaden durch die Kälte würden höchstens Schädlinge, wie Läuse oder Mücken nehmen. "Noch ein Grund für uns Bauern, dem Frost Positives abzugewinnen", hebt Hellmanns hervor.

Jetzt heißt es abwarten, wie der Saisonstart in der Feldwirtschaft gelingt. "Der Frost ist in diesem Jahr zwar später als sonst gekommen, aber noch völlig im Rahmen", so der Vorsitzende. Wichtig sei es nun, dass es nicht zu viel Regen gebe, damit die Böden befahrbar bleiben und es bald losgehen kann mit Mais, Rüben und Frühkartoffeln.

(RP)