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Karnevalssitzungen: Die Hartefelder Dorfschmiede in Blau-Weiß

Karnevalssitzungen : Die Hartefelder Dorfschmiede in Blau-Weiß

Zwei Tage lang feierten die Jecken aus Hartefeld in der Dorfschmiede mit einem bunten Programm.

Unter dem Motto „Nicht quaken, sondern maaken“ feierte der Spielmannszug „Blau-Weiß“ Hartefeld im Saal der Dorfschmiede am Freitag, 22. Februar, und Samstag, 23. Februar, seinen Sitzungskarneval. Während der Saal am Freitag, wie bei Sitzungen üblich, mit Stühlen und Tischen ausgestattet war und so gut 190 Karnevalsjecken Platz bot, gab es am Samstag nur Stehtische. Und während am Freitag ein traditionelles Sitzungsprogramm geboten wurde, standen die Zeichen am Samstag mit viel Musik, Tanz und Spaß ganz auf Party.

Durch das Programm führte das Vater-Sohn-Gespann Lucas und Herbert van Stephoudt: „Wir sind in diesem Jahr ausverkauft, wir hatten sogar eine Warteliste. Ein tolles Signal für den Hartefelder Karneval“, so Herbert van Stephoudt. Dieser soll „jünger, wilder, frischer“ werden und wartete mit seiner jungen Feuergarde rund um Prinz Fabian I. (Clancett) auf. Der plauderte in seiner Prinzenrede souverän aus seinem Leben und schloss jeden Abschnitt mit dem Reim: „Gleich ist die Rede vorbei und die Party läuft schnell, denn eines ist sicher, erst auf dem Heimweg wird’s hell“.

Auf der Bühne begeisterte im Anschluss das Schmaelenhof-Mariechen Laurie Forthmann, das bei einem Teil ihrer Tänze von der vierjährigen  Mia Flöhr unterstützt wurde. Dann enterte Herbert van Stephoudt als echter schottischer „Dypter“ zu Dudelsackmusik und begleitet von seinem persönlichen Seeungeheuer Nessi als Eisbrecher die Bühne. Er berichtete seinen „Lowland-Gästen“ von seiner Ortschaft, dem Umweltschutz und den vielen Baumaßnahmen: „Versteht mich nicht falsch, ich kann die Nachbarn verstehen, nur die Hetze bei Facebook, die will ich nicht sehen.“

Nach dem Besuch des VVK Veert mit Prinz Andreas I. (Willems), seiner Steampunk-Garde und Gefolge ging es mit dem Tanz der „Jellys“ als Spacegirls in galaktischen Outfits gewohnt schwungvoll weiter. Lucas urteilte: „Unser Programm ist gespickt mit Highlights, eigentlich haben wir nur Highlights.“

Herbert Stienen und Handpuppe Pelle berichteten vom Dorfgeschehen. Die „Letzten Möhnen“ präsentierten eine kurzweilige Version des Märchenklassikers „Schneewittchen“. „Die Zwei vom Bass“ berichtete von vielen lustigen Begebenheiten rund um Kirchenchor, Karneval und Schützenfest. Als letzter Programmpunkt vor der Pause tanzten sich die „Blue-White Busters“ durch das Universum der Filmmusik. Nach karnevalistischen „zwei mal elf Minuten“ Pause rückte der Zeiger der Uhr bereits auf 11 Uhr zu, als die Hartefelder Jecken in eine unterhaltsame zweite Runde starteten.

Nach dem gelungenen Tanz der „Feuergarde“ präsentierte Sascha Kisters als Nonne umgedichtete Songs und begeisterte den Saal. Die Männer der Tanzgruppe „Alles hört auf IHR Kommando“ kamen als gemütliche Bären auf die Bühne, um dann in hautengem Storm-Trooper Outfit einen Weltraumtanz mit Hebefiguren und Akrobatik hinzulegen. Die „Biertels“ Frank Jegust und Sven Forthmann machten den Saal mit ihrem Englischkurs „ein bisschen schlauer“, „PeeWee“ Paul Witgens brachten die Jecken unter dem Motto „Richtig scheiße verkleidet“ mit einem Stimmungslied zum Tanzen. Die „Drinka Bells“ bildeten in diesem Jahr den Schlusspunkt einer gelungenen Sitzung und haben weit nach Mitternacht auf der Bühne noch einmal begeistert.