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Die BiG in Geldern stellt Antrag auf Baumschutzsatzung

Sorge um Grünbestand : BiG möchte alte Bäume und Hecken unter Schutz stellen

Die Fraktion möchte verhindern, dass immer mehr Bäume, Hecken und Sträucher aus dem Stadtbild verschwinden und fordert eine Baumschutzsatzung – mit Schadenersatzzahlungen bei Verstößen.

Die BiG (Bürger in Geldern) macht sich Sorgen um Bäume und Grünbestände im Stadtgebiet. Geldern besitze einige landschaftlich schöne Stellen, doch Jahr für Jahr werden mehr Bäume, alte Hecken und Randsträucher gefällt und geschreddert. Zudem sei so manche Fällung im Privatbereich unbedacht und aus Sicht der BiG nicht gerechtfertigt. Die Fraktion plädiert daher für eine Baumschutzsatzung.

In einem Antrag bittet sie den Bürgermeister, nach Satzungsmuster des Bundesnaturschutzgesetzes den Schutz von Bäumen und Grünbeständen für das Stadtgebiet zu prüfen und gegebenenfalls zu erweitern beziehungsweise anzupassen – inklusive einer Musterkostensatzung für etwaige Verstöße. Allen relevanten Umweltverbänden aus dem Kreis Kleve soll die Möglichkeit gegeben werden, sich dazu zu äußern. Die Entwürfe sollen dann im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Liegenschaften am Donnerstag, 16. September, vorgestellt und beraten werden.

Aus Sicht der BiG werde das Potenzial und der Nutzen von Bäumen und alten Hecken gar nicht oder nur teilweise erkannt. Alte gesunde Bäume und Hecken seien nicht nur alte Zeitzeugen, so Fraktionsvorsitzender Markus Peukes. Mit ihnen verschwänden ganze Synergien von Lebensgemeinschaften – sowohl ober- als auch unterirdisch. „Bäume und Hecken sind mehr als nur Holz zum Heizen. Mit jeder Fällung verschwindet unwiederbringlich ein eigener Lebensraum von Vögeln, Insekten und Bodenorganismen.“ Keine noch so gut gemeinte Neupflanzung könne einen mehrere Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte alten Baum ersetzen.

(RP)