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Der "Weltladen" zieht in der Innenstadt von Straelen um.

Ladenlokal in Straelen neu besetzt : Aus Tabak Worring wird der „Weltladen“

Fair gehandelte Waren sind in der Straelener Innenstadt jetzt an einem neuen Standort zu bekommen. Statt am kleinen Markt ist der Laden nun am großen Marktplatz. Alle Beteiligten sind froh darüber, dass diese Lösung mit Hilfe des städtischen Programms „Innenstadtförderung“, umgesetzt werden konnte.

Viele fleißige Hände haben mit angepackt, es gab viel zu tun. Am 1. Juli eröffnet der „Weltladen“ im Herzen der Blumen- und Gemüsestadt sein neues Geschäftslokal. Im ehemaligen Zigarrenhaus Worring sind fair gehandelte Produkte jetzt direkt am Marktplatz zu kaufen.

Alle Beteiligten sind froh darüber, dass diese Lösung mit Hilfe des städtischen Programms „Innenstadtförderung“, umgesetzt werden konnte. Marie-Anne Trienekens ist Koordinatorin und betreut den „Weltladen“ der katholischen Pfarrgemeinde St. Peter und Paul. Sie und Kathrin Germes als Innenstadtmanagerin haben dabei zusammengearbeitet und die Idee umgesetzt. Den Vertrag dazu haben die Vertreter von Pfarrgemeinde und Stadt am 21. Juni unterschrieben. Dank der städtischen Förderung zur Vermeidung von Ladenleerständen konnte das Ladenlokal angemietet werden.

Für die Umsetzung brauchte es eine Menge Mitstreiter, die sich aber schnell eingefunden haben. Schließlich hat sich die Zahl der ehrenamtlich Tätigen von 17 auf 28 erhöht. Das ist ein deutliches Zeichen für die positive Resonanz auf das Projekt. Auch Fritz Worring als Eigentümer der Immobilie Markt 21 ist sehr froh, wieder „Untermieter“ zu haben. Das historisch-restaurierte Haus am Marktplatz bildet den optimalen Standort für den „Weltladen“, der schon zwei Umzüge hinter sich hat.

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Begonnen hat alles 2010 am Kirchplatz in der ehemaligen Kaplanei. Da der „Weltladen“ zur Katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul gehört, war dieses Gebäude die erste Wahl. Leider lag es für „Besucherströme“ ein wenig versteckt, und so zog das Team mit den Produkten 2016 um. Diesmal zum kleinen Markt in das Ladenlokal des Second-Hand-Ladens „Tragbar“. Viele Kunden kamen ins Geschäft, und ebenso viele Besucher betrachten die Schaufenster, wenn sie durch die Stadt schlendern.

Doris Bonnes-Valkyser, Vorsitzende des Vereins „Li(e)benswertes Straelen“ und Verantwortliche für den Second-Hand Laden „Tragbar“, sieht den Umzug des „Weltladens“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wir waren ein super Team, dass sich im Laufe der Jahre wunderbar ergänzt hat. Deshalb finde ich es sehr schade, auf die lieb gewonnenen ,Kolleginnen’ verzichten zu müssen. Andererseits haben wir mehr Platz für unsere eigenen Sachen bekommen und nutzen diesen natürlich auch. Auf jeden Fall wünschen wir von ,Tragbar’ dem ,Weltladen’ viel Erfolg am neuen Standort.“

Durch den immer größer werdenden Kundenstamm hat sich der Absatz der Artikel vervielfacht, und deshalb wurden viele neue Sachen in das Sortiment aufgenommen. Mittlerweile gibt es neben fair gehandeltem Kaffee, Tee, Schokolade, Gebäck, Wein, Gewürzen und Trockenfrüchten auch Gebrauchsgegenstände und Grußkarten. Neu im Programm sind religiöse Geschenke wie Rosenkränze und Schutzengel. Für alle, die ein schönes Mitbringsel brauchen, gibt es im „Weltladen“ „Süße Grüße aus Straelen“. Das ist beispielsweise eine Tafel Schokolade, die mit einer eigens dafür entworfenen Banderole umhüllt wird. Oder der sehr beliebte „Stroelse Koffie“, der schon von Beginn an im Sortiment war. Er wird aus Arabica-Bohnen aus Nicaragua hergestellt. Und um das Angebot perfekt zu machen, gibt es zu den Geschenken auch die passenden Grußkarten für die verschiedensten Anlässe.

Das Angebot von fairem Handel stammt von kleinbäuerlichen, oft genossenschaftlich organisierten Kooperationen. Den Produzenten werden gerechte Löhne gezahlt, um ein existenzsicherndes Einkommen zu gewährleisten. Der Schutz der Umwelt und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen stehen im Fokus. Ein Teil der Verkaufserlöse wird für Schulungen, Bildung der Mitarbeiter und ihrer Familien sowie die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort, eingesetzt.