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Kerken: Der Weg zum Denkmal

Kerken : Der Weg zum Denkmal

In der Gemeinde Kerken gibt es jetzt erstmals zwei unterschiedliche Flyer für Aldekerk und Nieukerk, die einen Rundgang zu den Baudenkmälern beschreiben. Die Idee stammt vom Heimatverein Aldekerk.

Das ist bisher einmalig im Gelderland. Menschen, die sich für Baudenkmäler interessieren, werden gezielt zu den entsprechenden Gebäuden in den Kerkener Ortschaften Aldekerk und Nieukerk geführt. Dazu dient ein neuartiger Flyer.

"Die Idee stammt von Theo Bergers aus dem Heimatverein Aldekerk", berichtet Gemeindearchivarin Johanna Klümpen-Hegmans. Unter ihrer Federführung zeichneten Michael Pickmann für die Fotos und Kurztexte sowie Dirk Langer für das Layout verantwortlich.

Der Rundgang zu den verschiedenen Denkmälern hat einige Besonderheiten. Denn nun machen nicht nur die offiziellen kleinen Schilder mit dem nordrhein-westfälischen Landeswappen auf die Gebäude aufmerksam. Es ist jeweils ein hochwertiges Kunststoffschild mit mattem Hintergrund hinzugekommen. "Darauf gibt es erklärende Texte sowie Fotos aus dem Inneren, aus früheren Tagen oder von ehemaligen Bewohnern, die von der Gemeindearchivarin verfasst wurden", erläutert Michael Pickmann. Auf den DIN-A-4 großen Schildern sind auch Details aus der Geschichte des Gebäudes erwähnt.

Auf dem Deckblatt der neuen Flyer erblickt der Leser jeweils die Landeswappen, zwei alte Gebäude und je nach Ortschaft die Kirche St. Peter und Paul Aldekerk beziehungsweise St. Dionysius Nieukerk. Die Einleitungen wurden identische verfasst von den Vorsitzenden der Heimatvereine, Ingrid Bappert für Nieukerk und Erwin Baetzen für Aldekerk, sowie von Bürgermeister Dirk Möcking für die gesamte Gemeinde Kerken.

Im Verlauf der kleinen Broschüre findet der Betrachter Fotos von den alten Gebäuden mit Kurzbeschreibungen und einer Nummer. Diese Zahlen sind dann im Mittelteil auf einem Stadtplan erneut zu sehen. Unter dieser Übersichtskarte mit den Denkmal-Standorten listete der Autor dann noch einmal die Nummern mit den Namen der Gebäude auf. In Nieukerk sind es beispielsweise 22 Stellen und noch ein besonderer Hinweis auf das Haus Lawaczek als Begegnungsstätte.

Abschließend präsentiert der Verfasser noch einen Hinweis auf Gebäude in den umliegenden Ortschaften. So ähnlich ist auch der Flyer für Aldekerk aufgebaut. Dort beinhaltet der Rundgang 17 Ziele. Hinzu kommen noch die ehemaligen Wohnhäuser der jüdischen Familien Mendel und Gerson. "Ein Rundgang in den jeweiligen Ortschaften dauert etwa eine halbe Stunde", erklärt Johanna Klümpen-Hegmans, je nachdem, wie lange der Besucher vor dem historischen Bauwerk stehenbleibt.

Zum Abschluss des Flyers, auf den letzten beiden Seiten, findet der Leser noch einige Hinweise zu den Heimatvereinen, zum Gemeindearchiv sowie wichtige Adressen und Telefonnummern.

(RP/rl/jul)