Issum: Der Poller-Koller in der Sevelener Dorfmitte

Issum: Der Poller-Koller in der Sevelener Dorfmitte

Issums Bauausschuss diskutierte über die neue Gestaltung und traf einige wegweisende Entscheidungen.

Die neue Dorfmitte beschäftigt immer noch die Gemüter der Politiker. Immerhin sind die Beratungen, wie es einmal rund um Kirchplatz und Dorfstraße aussehen soll, noch nicht abgeschlossen. Im Issumer Bauausschuss wurde lange um das Thema Sicherheit gefeilscht. Der Vorschlag aus der Bürgerinformationsveranstaltung wurde aufgenommen, auch an der Häuserwandseite am Kirchplatz Poller aufzustellen, damit in Zukunft kein Auto mehr in die Häuser "brettert". Das war in der Vergangenheit mehrfach passiert. "Ein Poller hält keinen SUV auf, der gegen eine Hauswand fährt", gab Günter Beier von der CDU-Fraktion zu bedenken. Sein Parteikollege Stefan Sablowski stellte die Frage: "Was haben wir vor uns, einen Pollerplatz oder einen Kirchplatz?" und schob "schön geht anders" in Richtung der Verantwortlichen des Düsseldorfer Planungsbüros ASS nach.

Die sehen Poller nämlich auch auf dem Platz vor, damit die eingezeichneten Parkflächen eingehalten werden. Allerdings sind alle Pfosten herausnehmbar, so dass sich der Platz zu Festen wie der Kirmes in eine pollerfreie Zone verwandeln kann. "Wir finden die Poller auch nicht toll", sagte Rolf Flottau von der FDP. Hans-Joachim Hamerla vom Planungsbüro ASS erklärte, dass es schade sei, was Standard und was rechtlich geboten sei. Die Poller seien nötig, wenn es Zeitgenossen gebe, die sich nicht an Markierungen halten. "Da müssen wir dann rangehen." Das heißt: Poller setzen. "Oder Knöllchen verteilen." Auf der Hauswandseite sollen aber erst einmal nur die Hülsen für die Pfosten gesetzt werden. Man wolle dort das Fahrverhalten zunächst beobachten. CDU-Mann Beier fragte nach den Kosten. "30 Bodenhülsen sind nicht die Welt", versprach Hamerla. Er rechnet mit 2000 Euro für die Bodenhülsen, 12.000 Euro für die Poller. Aus der CDU-Fraktion kam die Bitte, ob man sich das vorher mal ansehen könnte, immerhin habe man das 30 Jahre oder länger auf dem Platz.

Der Beschlussvorschlag zu den Pollern am Gehweg ging ebenso einstimmig durch wie ein alternativer Standort für eine Bank und eine Sitzmöglichkeit am Kreisverkehr.

(RP)