Der Platz An de Pomp in Issum soll attraktiver werden.

Issum : Kreative Ideen gesucht für Issums Fassadenwettbewerb

Viel weiße Fläche strahlt dem Besucher entgegen, der den Platz An de Pomp in Issum betritt. Das soll sich ändern. Die große freie Fläche hat den Heimat- und Verkehrsverein dazu inspiriert, einen Fassadenwettbewerb auszurufen.

„Wir wollen uns um die Atmosphäre des Platzes kümmern“, sagt der Vorsitzende Bernhard Greitemeier. Seit dem September 2017 gibt es den Platz im Herzen des Altbierdorfes. „Wenn der Markt hier steht, ist es schon schön“, sagt Greitemeier.

Seit vergangenem Jahr findet von Frühjahr bis Herbst außerdem ein Feierabendmarkt mit Musik und Angeboten aus verschiedenen Vereinen statt. Auch das wird gut angenommen. Aber ansonsten ist es eher ruhig auf dem Areal. Mit den Wandgemälden an den sich gegenüber liegenden Häusern Gelderner Straße 9 und 13 soll ein bisschen mehr Leben reinkommen, hoffen die Initiatoren des Heimat- und Verkehrsvereins. Die Hauseigentümer sind damit einverstanden und sitzen auch in der Kommission.

Gesucht werden Anregungen aus der Bevölkerung. „Es gibt viele Geschmäcker“, sagt Greitemeier. Deswegen sei so ziemlich alles denkbar, zum Beispiel eine Szene aus Issum, ein verschwundenes Gebäude oder eine moderne Illusionsmalerei. Das Motiv kann als Zeichnung, Foto, als Beschreibung, digital oder auf Papier erfolgen. Vorschläge für den Wettbewerb können bis zum 31. Mai bei dem Empfang des Rathauses oder per Mail an info@hvvissum.de abgegeben werden.

Warum man mitmachen sollte? „Wir wollen den Blick nicht in die Weite schweifen lassen, sondern die Heimat ist unsere tägliche Freude“, sagt Greitemeier. Für die realisierten Motive ist ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro ausgelobt.

Eine Künstlerin, die die Motive umsetzt, ist schon gefunden. Durch den Internationalen Straßenmalerwettbewerb in Geldern ist Greitemeier auf Marion Ruthardt aus Rheinhausen aufmerksam geworden. Ein Blick auf ihre Internetseite zeigt die Vielfalt der Künstlerin. „Die Qualität, die wollen wir auch“, sagt Greitemeier. Wer keinen Vorschlag für ein Motiv hat, der kann sich trotzdem an dem Projekt beteiligen und dafür spenden.

Der Heimat- und Verkehrsverein rechnet mit Kosten in Höhe von 5000 Euro. Der Zeitplan ist straff. Bereits im Juni soll mit der Umsetzung der Malerei begonnen werden, die Enthüllung ist für Ende September geplant. Um die Kunstwerke in Ruhe auf sich wirken zu lassen, möchte der Heimat- und Verkehrsverein noch eine bewegliche Sitzbank mit Rückenlehne anschaffen. Beweglich deswegen, weil man den Platz nicht zupflastern wolle. Aber ein bisschen mehr Atmosphäre, das darf es schon sein.