Der Natur- und Heimatverein Lüllingen möchte das Haus umbauen.

Umbau geplant : Neues Leben für die Alte Schule in Lüllingen

Das Gebäude soll zu einem Informations- und Begegnungszentrum umgebaut werden. Eine Bürgerversammlung ist für den 9. September geplant.

(RP) Generationen von älteren Einwohnern in Lüllingen haben hier „für das Leben“ gelernt – nun soll diesen Ort neues Leben erfüllen: Nach der Verlagerung des Standortes der Lüllinger Feuerwehr vom Rochusweg an die Twistedener Straße will die Dorfgemeinschaft unter Führung des Natur- und Heimatvereins die Alte Schule in ein Informations- und Begegnungszentrum umbauen.

„Unser Nutzungskonzept sieht ein Informationszentrum für grüne Berufe mit Schwerpunkt Gartenbau sowie gleichzeitig einen Treffpunkt für Vereinsaktivitäten der Dorfgemeinschaft vor“, so Ortsbürgermeister Kurt Münster. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern werden die Themen zur Realisierung des Projektes am Montag, 9. September, um 19.30 Uhr in einer Bürgerversammlung im Landgasthof Luyven entwickelt. „Wir hoffen, dass dieses Projekt das Dorf bewegt und viele ihre Ideen einbringen“, blickt Münster nach vorne.

Das Informations- und Begegnungszentrum soll die mehr als 200-jährige geschichtliche Entwicklung des Dorfes und die besondere Prägung Lüllingens als erste Mustersiedlung des Gartenbaus zeigen. Auch der moderne Gartenbau soll hier dargestellt werden. Die „Alte Schule“ soll daher nicht nur als reines Museum fungieren, sondern interaktiv mit den Besuchern in Kontakt kommen. Zielgruppen für das Informationszentrum seien Unternehmen, Fachpublikum, Schulklassen wie auch Touristen.

Angedacht ist für die neue Nutzung des Hauses eine Multimediashow, die auf der großen Wand des Kaltraums abläuft, im Gebäudeteil, der bisher als Feuerwehrgerätehaus genutzt wurde. Die interaktive Webseite zeigt interessante Standorte in Lüllingen mit Erzählungen, Bilder, Tonaufnahmen und Videos, die von den Besuchern gesteuert werden können.

Darüber hinaus soll in Schaukästen und Vitrinen auch noch die örtliche Geschichte des Gartenbaus bis hin zu modernen Betrieben des gesamten Agrobusiness dargestellt werden.

Damit die Alte Lüllinger Schule ihre neue Nutzung aufnehmen kann, sind eine Teilsanierung und ein Umbau innerhalb des Gebäudes erforderlich. Pläne hierzu liegen bereits vor. Bei der Umbaumaßnahme soll der denkmalgeschützte Charakter erhalten bleiben, außerdem soll das Gebäude barrierefrei zugänglich werden.

Für den Umbau sollen Fördermittel aus der Leader-Region eingeholt werden. Daneben bleibt für die Lüllinger Dorfgemeinschaft ein nicht unwesentlicher Anteil an Eigenleistung, der durch Sponsorengelder aufgebracht werden muss. Mehrere mit dem Gartenbau verbundene Unternehmen und Einrichtungen haben bereits ihr Interesse zur Mitwirkung bekundet.

„Das Geld ist gut angelegt“, bewertet Ortsbürgermeister Kurt Münster das Vorhaben positiv. „Auf diese Weise wird der Ort insgesamt gestärkt.“

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