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Der Heißluftballon im Kreis Kleve trägt den Namen "Start up"

Neuer Werbeträger für den Kreis Kleve : Der Kreisballon geht unter dem Namen „Start up“ in die Luft

Die Kreis-Wirtschaftsförderung hat mit Unterstützung der Sparkassen und Volksbanken einen Luftriesen als Werbeträger angeschafft. Der erste Start soll am 17. Juni in Emmerich sein.

Zwei Jahre lang hatte die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass auch Aktivitäten der Kreiswirtschaftsförderung (Wifö) eher selten über die Bühne gehen konnten. Das hatte dazu geführt, dass der Finanztopf für Aktivitäten ungewöhnlich gut gefüllt war. Das wiederum brachte Wifö-Geschäftsführer Hans-Josef Kuypers auf die Idee, einen ganz besonderen Werbeträger für den Kreis Kleve anzuregen: einen Heißluftballon. „Es gab die einmalige Chance, weil eben Geld aus diesem Topf wegen der besonderen Situation zur Verfügung stand“, berichtet er. Als er die Idee vortrug, rannte er damit offene Türen ein. „Dass der Vorschlag so schnell die Zustimmung bekommen würde, habe ich mir nur wünschen können. Das ist ein Zeichen für die wunderbare Zusammenarbeit mit den Geldinstituten im Kreis.“

Der Ballon sorgt damit auch für ein bundesweites Novum. Erstmals prangen auf einer Ballonhülle die Logos von Sparkasse und Volksbank einträchtig nebeneinander. Auch wenn man natürlich Konkurrenten sei, lebe man im Kreis Kleve die partnerschaftliche Zusammenarbeite, betonten die Vertreter der Kreditinstitute am Dienstag in Geldern.

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Dorthin hatte die Wirtschaftsförderung zum zweiten Termin für den neuen Ballon geladen. Nachdem das Projekt in Kleve zunächst allgemein vorgestellt wurde, gaben die Verantwortlichen in Geldern den Namen für den Ballon bekannt. Der erste Start soll dann am 17. Juni in Emmerich vom Segelflugplatz erfolgen. „Mit den drei Terminen an drei Orten im Kreis wollen wird auch deutlich machen, dass es ein Ballon für den ganzen Kreis Kleve werden wird“, sagt Landrätin Silke Gorißen, die sich über die gute Zusammenarbeit bei dem Projekt freute und von einem Zeichen für den Schulterschluss im Kreis sprach.

Sie lüftete schließlich das Geheimnis um den Namen für den Kreisballon: „Start up“ wird der 29 Meter hohe Himmelsgigant heißen. Zahlreiche Vorschläge waren beim Namenswettbewerb eingegangen. Viele schöne Vorschläge seien darunter gewesen, so die Landrätin. Am Ende sei die Entscheidung dann aber sehr schnell gefallen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass „Start up“ der passende Name für den Ballon ist. 

„Es klingt frisch und modern. Passt gut zum Thema Gründerland und ist gleichzeitig ein Begriff für das Aufsteigen in die Luft. An dem Namen führte bei der Auswahl einfach kein Weg vorbei“, meint die Landrätin. Einziger Schönheitsfehler: Der Vorschlag kam von einer Frau aus Xanten, also nicht aus dem Kreis Kleve. Die Verantwortlichen nahmen das mit Humor. Anna Hammans aus Xanten wird damit zu den ersten Passagieren gehören, die am 17. Juni mit Ballonfahrer Michael Krämer in die Höhe steigen.

Der Ballon wird derzeit in Schweich bei Trier angefertigt. Eine Abordnung der Wirtschaftsförderung verschaffte sich vor Ort einen Eindruck und war begeistert, wie Nathalie Tekath-Kochs von der Wifö berichtete. „Beeindruckend war vor allem, zu sehen, wie die Stoffbahnen mit der Nähmaschine verbunden werden“, erzählte sie.

Die Hülle aus 1000 Quadratmetern Stofffläche wird in dem Betrieb jetzt von einem gewaltigen Gebläse aufgepumpt, um zu sehen, ob auch alles dicht ist. Später wird es dann auf einem Flugplatz einen Probebetrieb am Boden geben. Fotos davon gehen an das Luftfahrtbundesamt, das sein Okay geben muss, damit „Start Up“ dann am 17. Juni erstmals über den Niederrhein fahren kann.

Sein „Kennzeichen“ hat der Ballon bereits. D-OKLE wird darauf stehen. Ins Auge fallen später dann allerdings eher die großen Aufschriften „Raum für Investitionen – Kreis Kleve“ auf der einen Seite und „Gründerland Kreis Kleve“ auf der anderen.

Nach dem 17. Juni soll „Start up“ dann öfter in der Region zu sehen sein. Ballonfahrer Michael Krämer wird ihn mit ins reguläre Touren-Programm aufnehmen. Auf jeden Fall soll „Start up“ auch beim Ballonfestival in Kevelaer im Juli zu sehen sein. Denn schließlich ist die Marienstadt im Kreis Kleve die einzige Kommune mit einem eigenen Ballon. Die Idee dazu hatte seinerzeit ebenfalls Hans-Josef Kuypers.