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Der Friedensplatz in Nieukerk ist ab sofort Treffpunkt für Leseratten

Bücherschrank in Nieukerk : Kostenloser Lesestoff im neuen Bücherschrank

Auf dem Friedensplatz in Nieukerk steht ab sofort eine Auswahl an Literatur zur freien Verfügung. Die Firma Innogy Westenergie hat einen Bücherschrank gestiftet.

Ein Treffpunkt für Lesebegeisterte und diejenigen, die es werden wollen. Die Nutzung eines Bücherschranks ist jetzt auch in Nieukerk rund um die Uhr möglich. Die Einweihung erfolgte auf dem Friedensplatz. Dort trafen sich Kommunalmanager Frithjof Gerstner und die Medienbeauftragte Brigitte Hintzen-Elders von der Firma Innogy Westenergie, der Architekt Hans-Jürgen Greve, Initiator der Bücherschränke, eine Bücherpatin und Bürgermeister Dirk Möcking.

Der Bürgermeister freut sich sehr, dass das Zentrum von Nieukerk jetzt noch mehr „zu einem Treffpunkt wird, an dem Menschen ins Gespräch kommen.“ Er sei der Firma Innogy sehr dankbar und ist „sehr zuversichtlich, dass dieses Konzept gut angenommen wird.“ Der Bücherschrank besteht aus wetterfestem Cortenstahl und fügt sich durch seine schlanke Form optimal in den öffentlichen Raum ein. Die Türen schließen selbstständig, so dass die Bücher, von denen insgesamt 180 Platz haben, vor Regen geschützt sind. Dabei ist das untere Fach für die Kinder gedacht, damit diese leichter Zugang bekommen.

Die Firma Innogy Westenergie hat nun in Kerken schon Bücherschrank Nummer 202 aufgestellt. Seit 2011 kommen so Literaturfreunde in ganz Deutschland auf ihre Kosten. Frithjof Gerstner: „Als wir vor fast zehn Jahren angefangen haben, war das gar nicht so einfach.“ Gerade öffentliche Büchereien hätten die Schränke mitunter als Konkurenz betrachtet. Aber Gerstner ist überzeugt, das die Bücherschränke einen Mehrwert für die Gesellschaft haben. So ist im nächsten Jahr auch ein Exemplar in Aldekerk geplant. „Beide Ortsteile sollen einen haben. Besonders in Zeiten von Corona sorgen die Schränke für Abwechslung“, sagt er.

Wer jetzt Sorge hat, sich bei der Nutzung anzustecken, den kann Hans-Jürgen Greve beruhigen: „Wir nehmen die Bücher regelmäßig raus und lassen sie erstmal drei Tage liegen, bevor sie wieder in den Schrank kommen.“ Außerdem betont er, das solche Projekte immer auch Integrationsprojekte seien. „Die Stadt oder die Gemeinde trägt die Verantwortung.“ Weiter hebt Hans-Jürgen Greve die Wichtigkeit der Bücherpaten hervor, die dafür sorgen, dass die Bücher in einem guten Zustand seien.

Für den Bücherschrank in Nieukerk werden die Patenschaften von Sabine Oertel und Kordelia Hornburg übernommen. „Wir machen das selbstverständlich ehrenamtlich“, sagt Kordelia Hornburg, die sich auch in der öffentlichen Bücherei engagiert.