1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Den Test hat das "Winterlicht" in Geldern bestanden, es wird mehr.

Noch werden Sponsoren gesucht : Geldern bekommt sein „Winterlicht“

Nach dem guten Echo auf die Testphase werden im nächsten Herbst alle Bäume in Wickeltechnik mit LED-Leuchten ausgestattet. Noch werden Sponsoren gesucht, um so alle Mittel aus dem Integrierten Handlungskonzept zu nutzen.

Nach langen Debatten um die Beleuchtung der Stadt im Winter und in der Weihnachtszeit ist man nun auf der Zielgeraden. „Geldern erstrahlt“ soll es auch in den nächsten Jahren heißen, nachdem das neue „Winterlicht“ für Gelderns Innenstadt die Testphase, bei der zunächst nur einzelne Bäume beleuchtet wurden, bestanden hat. Nun sollen im Herbst alle Straßen in der City mit stimmungsvollem Licht versehen werden. „Das wird für eine deutliche Aufwertung der Innenstadt sorgen“, freut sich Wirtschaftsförderer Tim van Hees-Clanzett.

Als die Diskussion begann, ging es noch um das Stichwort „Weihnachtsbeleuchtung“. Die Politik sah zwar Handlungsbedarf, wollte sich aber nur engagieren, wenn vom Werbering und von Gelderner Unternehmen eine finanzielle Beteiligung erfolgt. Tim van Hees-Clanzett und seine Kollegin Janine Segref brachten in mehreren Gesprächsrunden Kommunalpolitik, Werbering, einzelne Unternehmen und interessierte Bürger an einen Tisch. Gemeinsam suchte man nach dem richtigen Weg und kam auch nach Auswärtsterminen etwa in Kempen auf das Konzept des Winterlichts. Das soll nicht nur im Advent, sondern in der gesamten dunklen Jahreszeit mit warmem weißem Licht für Atmosphäre in der Stadt sorgen. „Es geht auch darum, mögliche Angsträume besser zu beleuchten“, sagt Roger Bruns, Vorstandsmitglied im Werbering. Speziell zur Weihnachtszeit seien weitere Beleuchtungen möglich, ergänzt Werbering-Geschäftsführer Gerd Lange. Dass nun ein ganz großer Wurf möglich ist, dafür sorgt auch das Integrierte Handlungskonzept (IHK). Im Rahmen dieser Förderung des Landes für die Innenstadt gibt es nämlich auch einen Fonds, der private Aktionen unterstützt. Im Fall „Winterlicht“ heißt das: Wer immer, ob privat oder als Unternehmen, ein Sponsorenpaket beim Werbering kauft, erlebt eine magische Vermehrung seines Geldes. Bis der Höchstbetrag von 70.000 Euro ausgeschöpft ist, wird jeder Euro um bis zu 50 Prozent aufgestockt. Und auch wenn van Hees, Bruns und Lange schon sehr erfreut über die bisherige Unterstützung sind, wollen sie natürlich keinen Cent verschenken und werben weiter um die Beteiligung.

Die Sponsorenpakete fangen bei 150 Euro an und gehen in insgesamt fünf Stufen bis zu 5000 Euro – jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Beim großen Paket bekommt man einen bestimmten Baum zugeteilt, der Name erscheint auf der Baumplakette und der großen Sponsorentafel zum Projekt.

Wenn im Herbst die Blätter fallen, werden Gelderns Bäume in Wickeltechnik mit LED-Leuchten ausgestattet. Bis in den Mai soll dann das Licht in jedem Jahr Geldern heller und stimmungsvoller machen. Der große Vorteil: Im Gegensatz zur klassischen Weihnachtsbeleuchtung entfällt dabei das alljährliche Anbringen, Abbauen und Einlagern der Lampen und Kabel. Denn die Leuchten bleiben fest an dem Bäumen. Roger Bruns: „Die Bäume werden dabei nicht eingeschnürt, sondern können sich ganz normal weiterentwickeln. In den Kabeln gibt es Sollbruchstellen. Einmal im Jahr werden die Kabel und Birnen überprüft und gegebenenfalls angepasst.“