Straelen: Daumen hoch fürs Gymnasium

Straelen: Daumen hoch fürs Gymnasium

Im Qualitätsbericht der Bezirkregierung ist das Gymnasium Straelen hervorragend beurteilt worden. Von hoher Zufriedenheit sprechen Schüler und Lehrer. "Die Schule ist sicher", betont die Leiterin.

In 21 von 25 Kriterien exzellent oder gut — so hat das Gymnasium Straelen im Qualitätsbericht der Bezirksregierung abgeschnitten. Als erstes Gymnasium im Südkreis Kleve wurde es "auf Herz und Nieren geprüft", wie es Schulleiterin Heike Hoßbach gestern bei der Vorstellung des Ergebnisses formulierte. Die Oberstudiendirektorin kommt bezüglich der Zukunft der Schule zu einer anderen Bewertung als die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). "Unser Gymnasium ist sicher", betont Heike Hoßbach. Sie kritisiert, dass durch die GEW-Einschätzung Verunsicherung entstanden sei.

Engagement der Eltern

Der Bericht attestiert dem Gymnasium, dass es, so die Leiterin, "mehr als eine Schule" sei. Dem Bereich "Schulkultur" gab die Bezirksregierung exzellente Noten. Schulkultur, das sind zum Beispiel der Schulchor und die Big Band "Director's Cut", Besuche von Theateraufführungen und Museen. Dazu zählt die "Fit-Teria", die dienstags, donnerstags und freitags die Schüler mit einem gesunden Frühstück versorgt. Schulpflegschaftsvorsitzende Anke Krause nennt das als einen von vielen Punkten für das ehrenamtliche Engagement der Eltern.

  • Straelen : Mit dem Pfund wuchern

Hohe Zufriedenheit mit dem Gymnasium, die sich über Jahre aufgebaut habe, bestätigen Schülersprecher Lars Delbeck und Heike Helgers, die Vorsitzende des Lehrerrats. "Als ich nach der Mittelstufe vom Klassenverband in das Kurssystem wechselte, haben mir Oberstufen-Koordinatoren und Jahrgangsberater immer geholfen", berichtet der 19-jährige Delbeck von seinen guten Erfahrungen. Gut findet er auch die Austauschprogramme mit Bayon in Frankreich, Strzelin in Polen und Robin Hood's Bay in England.

Heike Helgers weist auf das helle, freundliche Gebäude und die gute Ausstattung hin. Unter den Lehrern erfolge ein kollegialer Austausch, Teamarbeit werde groß geschrieben. Die Abschlüsse der Straelener Gymnasiasten liegen laut Christel Terhorst, an der Schule unter anderem für Pressearbeit zuständig, über dem Landesdurchschnitt. "Wir hören von ehemaligen Schülern oft, wie gut sie an der Uni zurecht kommen."

Inwieweit die viel diskutierte Gemeinschaftsschule dem Gymnasium schaden oder nutzen kann, wollte Heike Hoßbach nicht kommentieren. "Es ist nichts beschlossen, es gibt verschiedene Modelle, und ich werde keine Aussage über dieses Konglomerat machen."

(RP)
Mehr von RP ONLINE