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Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater Straelen spielt wieder.

Schauspiel in Straelen : Neue Komödie auf der Forum-Bühne

Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater Straelen kommt aus der Corona-Zwangspause zurück. Der Neustart wird mit einem humorvollen Krimi in drei Akten gewagt. In Issum ist das Stück am Sonntag, 3. April, zu sehen.

Wie alle Kulturtreibenden war auch das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater (KLT) von der Corona-Pandemie gebeutelt. Die Premiere der Komödie „Stirb schneller, Liebling“ war bereits für Frühjahr 2020 vorgesehen. Die Vorbereitungen einschließlich Proben waren nahezu abgeschlossen. Dann kam das Coronavirus. Alle Aufführungen mussten abgesagt werden. Seit zwei Jahren blieb der Vorhang verschlossen.

Was das mit einem Verein nicht nur finanziell macht, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Jetzt heißt es. positiv in die Zukunft zu schauen. „Wir brauchen dringend wieder Einnahmen, um alle laufenden Kosten bezahlen zu können“, so KLT-Präsident Johannes Pieper. Außer Spesen sei nichts gewesen, zitiert er den Titel der zuletzt gespielten Komödie. Man wolle die Rücklagen nicht komplett aufbrauchen.

Doch in erster Linie gehe es darum, wieder Bühnenluft zu schnuppern und die Zuschauer zu unterhalten, betont Pieper. „Alle verspüren wieder große Lust, endlich wieder auf der Bühne zu stehen und dem Publikum ein paar vergnügliche Stunden zu bereiten.“

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Die beiden Spielleiter Lena Nieskens und Florian Maaßen mussten nach zwei Jahren vier der neun Rollen neu besetzen, da das 2020er Ensemble aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr komplett zur Verfügung stand. Es waren laut KLT-Präsident vor allem Studium und Beruf, die den Laiendarstellern keine Zeit mehr für ihr Hobby ließen.

Die Proben mit dem neu zusammengestellten Ensemble begannen im Januar. Coronakonform fanden die Neulinge in ihre Rollen. Bei den Routiniers ging es darum, die für 2020 bereits eingeübten Laufwege und Einsätze zu rekapitulieren. Beim Feinschliff der Charaktere fallen schon mal Sätze wie: „Da fehlt noch irgendetwas an deiner Rolle. Hol dir mal einen Bierkasten“ oder „Und nach dem Satz steckst du dir trotzig eine Praline in den Mund“. Wer schon einmal eine KLT-Inszenierung gesehen hat, weiß dass die Schauspieltruppe sehr viel Wert auf Details legt.

Zum Inhalt: Kurt Kniesebeck (Manfred Arians) ist ein erfolgreicher Unternehmer, dafür aber umso unglücklicher in der Ehe mit seiner Frau Paula (Stephanie Mertens). Auch diese ist wenig angetan von Kurts Leidenschaft für Fußball und noch weniger von seiner Liaison mit Sekretärin Susanne (Kristina Flöder). Dafür liebt sie Pferde umso mehr und würde gerne Kurts Toilettenpapierfabrik verkaufen, um mit dem Geld ein Gestüt zu kaufen. Dass sich Caroline (Melanie Pooth), die Tochter der beiden, nur für Männer interessiert, verbessert die Situation auch nicht gerade. Der Ehekrieg ist programmiert, und die beiden Ehepartner fassen gleichzeitig den Entschluss, einen Killer zu engagieren, der den jeweils anderen umbringt.

Dass sie auch bei der Auswahl eines solchen nicht gerade ein glückliches Händchen haben, zeigt sich daran, dass die beiden Auftragskiller Tamara Kalikowa (Lena Nieskens) und Carlos Santianos (Frank Pooth) nicht gerade erfolgreich in ihrem Berufsstand waren. Der einzige Ruhepol im Haus ist Butler Johann (Ansgar Delbeck), der nicht nur Wünsche von den Augen seiner Herrschaften ablesen kann, sondern auch über eine sehr spitze Zunge verfügt, wenn es sein muss.

Diese braucht er auch, weil die Freundin des Hauses Kniesebeck, Luise Koschnick (Ulrike Domsalla), es sich in den Kopf gesetzt hat, ihn zu ihrem achten Ehemann zu machen. Hausmechaniker Ali (Thomas Bartsch) rundet die seltsame Gesellschaft ab, denn egal, was er repariert, nichts wird mehr so sein, wie es vorher war.

Der Vorhang öffnet sich im Forum des Schulzentrums an der Fontanestraße zur Premiere am Samstag, 19. März, 20 Uhr. Weitere Termine: Mittwoch, 23. März, 20 Uhr, Freitag, 25. März, 20 Uhr, Samstag, 26. März, 20 Uhr und Sonntag, 27. März, 16 Uhr. Einlass ist jeweils 30 Minuten vorher. Am Sonntag werden vor der Aufführung ab 14.30 Uhr traditionell Kaffee und Kuchen angeboten. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.