Das große Bauvorhaben der Zeelink an der B 9 in Kerken

Stenden : Das große Bauvorhaben der Zeelink an der B 9 in Kerken

(bimo) Auf dem Weg die B 9 entlang Richtung Autobahnauffahrt A 40 bei Kerken ist sie kaum zu übersehen, die Großbaustelle, die sich dort erstreckt. Ein RP-Leser stellte die Frage, was dort geplant ist.

Die großen Baufahrzeuge, die aktuell jeden Tag dort zu sehen sind, treffen die Vorbereitungen für die Verlegung der Gasleitung der Firma Zeelink. Zurzeit werde der Boden bearbeitet. Archäologen prüfen den Boden außerdem auf Bodenschätze, der Kampfmittelräumdienst kontrolliert, ob auf dem Gebiet Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Ein Rohrlagerplatz wird angelegt. Ab Juli werden die Rohre auf der Trasse ausgelegt und zunächst miteinander verschweißt, bevor sie im Rohrgraben verlegt werden.

Insgesamt werden 216 Kilometer verlegt. Die Pipeline erstreckt sich von der belgisch-deutschen Grenze bei Lichtenbusch bis nach Legden bei Ahaus. Das Bauvorhaben in Stenden gehört zum Abschnitt „Los 4“, der von der Station St. Hubert bis Station Dämmerwald reicht. Bei der Verlegung der Gasleitung muss auch die Straße überquert, oder besser gesagt, untertunnelt werden. Die A 40 und B 9 werden mit einem Bohrprozessverfahren unterquert, heißt es von Seiten der Pressestelle der Zeelink. Die Unterquerung soll ab dem 15. Juli erfolgen. Bis Ende des Jahres werden die gesamten Arbeiten voraussichtlich andauern. Die Bauaktivitäten der Zeelink im Raum Kerken betreffen 316.000 Quadratmeter Fläche.

Für März 2021 ist die Inbetriebnahme der Erdgasfernleitung geplant. Zuvor konnten sich die Kerkener Bürger über das Vorhaben informieren. Vom 21. Januar bis 4. Februar lagen Beschluss und Plan zur Einsichtnahme bei der Gemeinde Kerken aus.

Nur wenige Meter entfernt befindet sich eine weitere, wenn auch kleinere, Baustelle. Direkt an der Autobahnauffahrt zur A 40 steht das Schild, das über die Erneuerung der Versorgungsleitungen von Gas, Wasser und Strom informiert. Auftraggeber sind die Stadtwerke Kempen. Die Waserleitung wird ausgetauscht, die Gasleitung der Stadtwerke wird direkt dazu gelegt. Und die Stromleitungen werden unterirdisch verlegt. Zurzeit liegen sie überirdisch über der Autobahn.

Dank des Spülrohrverfahrens muss für die Arbeiten die Straße nicht gesperrt werden. „Wir versuchen die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten“, heißt es von Seiten der Stadtwerke. Anfang Juli sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

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