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Das Friedrich-Spee-Gymnasium Geldern hat einen neuen Rektor.

Neues Leitungsteam in Geldern : Vom Abiturient zum Schulleiter am FSG

Rudi Germes ist der neue Kopf des Friedrich-Spee-Gymnasiums. Er ist eng mit der Schule verbunden, hat hier seinen Abschluss gemacht. Seine Stellvertreterin Anna Kryscio ist ganz neu abei. Gemeinsam verfolgen sie dieselben Ziele.

Alles neu – das fasst zusammen, was sich im Lehrerzimmer am Gelderner Friedrich-Spee-Gymnasium (FSG) abspielt. Im August hat Rudi Germes die Nachfolge von Karl Kirchhart angetreten und leitet seitdem das Gymnasium an der Friedrich-Spee-Straße.

Auch wenn die Position und die Aufgaben für Germes neu sind, kennt er die Schule wohl so gut wie kaum ein anderer. Denn Rudi Germes ist selbst am FSG zur Schule gegangen, hat dort sein Abitur gemacht. Nach dem Studium fing der Walbecker dann im Jahr 2002 als Lehrer an seiner „alten“ Schule an. Zuletzt hat er die Oberstufe geleitet. „Meine Identifizierung mit dem FSG ist darum sehr hoch“, sagt Rudi Germes.

Ganz neu mit an Bord ist Anna Kryscio. Sie arbeitet seit Ende Mai an dem Gymnasium und hat die Stellvertretung übernommen. Die Naturwissenschaftlerin hat zuletzt am Franz-Haniel-Gymnasium in Duisburg unterrichtet und war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. „Als ich zum ersten Mal hier war, habe ich mich direkt wohlgefühlt“, sagt Kryscio. „Es ist sehr menschlich, mit den Schülern und Kollegen. Ich fühle mich sehr gut aufgenommen.“

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Durch diese personellen Wechsel habe es insgesamt eine Verschiebung in den leitenden Positionen des Gymnasiums gegeben. „Vier Leute sind jetzt in neuen Positionen“, sagt Germes. „Das ist schon eine gewisse Herausforderung.“ Rudi Germes und Anna Kryscio als neue Schulleitung ziehen aber an einem Strang, wie sie sagen. Und haben ehrgeizige Pläne und große Entscheidungen vor sich.

Da ist zum einen der mögliche Neubau der beiden Gelderner Gymnasien, der derzeit im Gespräch ist. Demnach könnten das Lise-Meitner-Gymnasium und das Friedrich-Spee-Gymnasium nicht nur saniert, sondern völlig neu gebaut werden. „Es ist hier nicht besonders schön, manchmal etwas dunkel“, sagt Rudi Germes. „Aber ich hänge auch an dem alten Ding.“

Wenn die Schulleiter jedoch darüber nachdenken, wie ein Neubau aussehen könnte, kommen sie beinahe ins Schwärmen. „Es wäre sehr schön, wenn wir ein Gebäude haben, in dem wir nicht so viel improvisieren müssen“, sagt Germes. Einen eigenen Gebäudeteil für die Unterstufe mit Spielplatz, eine andere Ecke für die Oberstufe mit Chillout-Area, große Klassenzimmer und Fachräume – genug Ideen gibt es. „Schule ist auch immer ein bisschen Improvisationstheater, das macht auch ein wenig den Reiz aus“, sagt der Leiter. „Aber mehr Platz, kürzere Wege, mehr Beratungsmöglichkeiten, ein Forum für kleine Feiern, das wäre schön.“ Zusammen mit einigen Kollegen arbeite man an den Wünschen und Ideen für das neue Gebäude.

Anna Kryscio will aber mit einigen Plänen nicht auf ein neues Gebäude warten. Sie hat sich vor allem dem Thema Digitalisierung gewidmet. Smartboards in allen Klassenräumen, eine digitale Anzeige des Vertretungsplans und den multimedialen Unterricht möchte sie vorantreiben. „Das sind alles Projekte, die wir jetzt umsetzen und auch in ein neues Gebäude mitnehmen können“, sagt die Konrektorin. „Wir können uns nicht zurücklehnen und auf eine neue Schule warten, wir haben auch eine Verantwortung gegenüber den Schülern, die jetzt hier sind.“

Da ist aber auch das Thema Nachhaltigkeit, das Schüler wie Lehrer beschäftigt. „Das Bewusstsein für die Umwelt ist größer denn je“, sagt Rudi Germes. „Da wollen wir auch als Schule und Lehrer ein gutes Vorbild sein.“ Mit den Schülern arbeite man im Unterricht schon Ideen aus, wie man im Gebäude das Heizen, die Müllproduktion und den Wasserbedarf optimieren könnte.

Beibehalten möchte vor allem Rudi Germes die gute Stimmung, die am FSG herrsche. „Wir leben davon, dass wir jeden Schüler hier kennen. Das wäre bei einer sechszügigen Schule nicht möglich“, sagt der Schulleiter. Auch die direkte Nachbarschaft zum LMG sei gut für die Qualität an beiden Gymnasien. „Wir müssen uns jedes Jahr neu beweisen. Konkurrenz belebt eben das Geschäft“, sagt Anna Kryscio.