Das Bezirksschützenfest fand in Lüllingen statt.

Bezirksschützenfest : Lüllingen wird Hauptstadt der Schützen

In der kleinsten Ortschaft Gelderns fand das Bezirksschützenfest statt. Gastgeber war die St.-Rochus-Bruderschaft.

Der Geldener Bürgermeister Sven Kaiser beschrieb in seiner Rede Schützenfeste als Ereignisse, bei denen ganze Ortschaften auf den Beinen sind. Der Sonntag dürfte dieses Bild bestätigt haben, schließlich konnte er beobachten, wie eine Reihe von Schützenvereinen und Bruderschaften ins beschauliche Lüllingen kam. In der kleinsten Ortschaft Gelderns fand nämlich am Sonntag das alljährliche Bezirksschützenfest statt, ausgerichtet von der St.-Rochus-Bruderschaft Lüllingen mit der Unterstützung des Bezirksverbands Kevelaer.

Ein Meer aus Grün und Weiß flutete die Straßen Lüllingens, die einzelnen Mitglieder schmissen sich nämlich trotz der Hitze in Schale. Und dazu gehörten auch alle möglichen Kopfbedeckungen und Orden, die beim Gehen immer ein bisschen klappern. Tradition bleibt beim Schützenfest eben erhalten, das gilt auch für die christliche Komponente die zu den Bruderschaften ebenso gehört wie das Vogelschießen.

Daher startete man den Sonntag auch mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pastor Arndt Thielen und Michael Wolf. Draußen im Freien predigten die beiden, dabei wurde für genügend Wasser für die Anwesenden gesorgt. Schließlich mussten viele noch aktiv werden, beim Umzug waren sogar alle beteiligt.

Eine kleine Runde wurde dabei durchs Dorf gedreht, bevor auf der Festwiese die Schützen begrüßt und Reden gehalten wurden. Darin betonte Sven Kaiser die gesellschaftliche Bedeutung der Schützenvereine, die weit über ein sportliches Engagement hinaus geht, indem sie zusätzlich auch eine soziale Funktion innehat.

Von daher war es auch nicht verwunderlich, dass die Dorfmitte als Schauplatz für die Hauptattraktion gewählt wurde. „Es ist schön, dass wir im Ort schießen können, und nicht irgendwo außerhalb“, erzählte der Schriftführer der St.-Rochus-Bruderschaft, Franz Clahsen.

Auch die Fahnenschwenkwettbewerbe fanden nicht unweit vom Schießen statt, hierfür wurde wieder die Wiese beim Pfarrheim genutzt. In den Kategorien Jugend, Schüler und Senioren traten die verschiedenen Schützenvereine an. Unter den argwöhnischen Augen der Prüfer schwangen die Teilnehmer ihre Fahnen. Über den Kopf, über den Nacken gerollt oder sogar unter den Beinen wanderten die Fahnen zum Klang der Musik.

Die St.-Sebastianus-Bruderschaft Winnekendonk hatte bei den Schülern am Ende die Nase vorn, in der Jugend war die St.-Aloysius-Bruderschaft Walbeck erfolgreich, bei den Senioren war dagegen St. Sebastianus Kevelaer nicht zu schlagen.

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