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Geldern: Das Aussterben der Mundart hinauszögern

Geldern : Das Aussterben der Mundart hinauszögern

Mundart war Trumpf im Landgasthof Luyven. Bei "För Land en Lüj" gab es zahlreiche Dialekte in Form von Gedichten, Gesang und kleinen Geschichten zu bestaunen. Dabei schaffte es der seit mehr als 15 Jahren existierende Verein "För Land en Lüj" erneut, weit über 30 Mitwirkende zu präsentieren.

Die Moderation wurde von dem gebürtigen Lüllinger Hans van Leuven übernommen. Während die Landfrauen Kaffee und Kuchen reichten, machte Heinz Tervoert aus Emmerich den Anfang, als er die Geschichte des Rotkäppchens erzählte. Nur dieses Mal eben auf Platt und angesiedelt in der heutigen Zeit, bevor der ebenfalls von diesen Veranstaltungen nicht mehr wegzudenkende Franz Giesbers aus Kessel (schwarz)humorige Begebenheiten erzählte "wenn ek so trökk denk". Liedgut und Reime gab es von der Weezer Platt-AG zu hören, die hier zu Elft mit zahlreichen Enkeln und Nachwuchs-Sprechern erschienen war. Und nachdem Franz Wustmans aus Twisteden "van onsen thüss" erzählt hatte, erschienen die beiden Lüllingerinnen Inge Koppers und Hildegard Quinders als "Triena & Miena" auf der Bühne. Sie sollten nicht das einzige Duo bleiben, denn nach Peter Hendricks aus Uedem und Werner Terlinden aus Hartefeld gaben sich Liesel Veelemann aus Weeze sowie Matthias Schwartges aus Winnekendonk mit "Den Deutsch Proater" die Ehre und den Zuschauern etwas zum Lachen.

Nach der Pause, in der nach dem Einstieg abermals die Jagdhornbläser aus Lüllingen ihre Kunst vorführten, kamen erst einmal Peter Völker aus Nieukerk und Anne Pasch aus Straelen-Vorst auf die Bühne, bevor Hans-Gerd Kersten aus Zyfflich die Gäste pfundig mit seiner "XXL-Katastrophe" unterhielt. Der in der Platt-Szene sehr aktive Heino Derkx aus Walbeck sowie Hans Tervooren aus Kervenheim bildeten mit "Gallesteen" und "De Eertesupp" den Abschluss.

(cnk)