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Corona-Krise: Kreis Kleve kann Genesene pro Kommune nicht mitteilen

Auflistung sei zu aufwendig : Kreis Kleve teilt Corona-Genesene pro Ort nicht mit

Bei den Corona-Infektionen teilt der Kreis Kleve die Zahlen für jede Kommune mit. Bei den Genesenen hingegen nicht. Der Aufwand für die Aufschlüsselung pro Kommune sei zu hoch, heißt es auf Nachfrage. Geldern und Kevelaer liefern deshalb eigene Auswertungen.

Der Kreis Kleve teilt neben den Corona-Neuinfektionen auch die Zahl der Genesenen im Kreis Kleve mit. Jedoch, anders als bei den Infektionen, nicht runtergerechnet für jede Kommune. So ließen sich die Infizierten und Genesenen zumindest ins Verhältnis setzen, die Zahl der aktuellen Corona-Infektionen in jeder Kommune wäre ermittelbar. Doch der Kreis Kleve konnte diese Zahlen auf Nachfrage unserer Redaktion bislang nicht mitteilen – und wird es vorerst auch nicht tun: „Die gewünschte Darstellung der Anzahl der Genesenen nach Kommunen kann leider nicht erfolgen, da die Auswertung der entsprechenden Datensätze dieses Kriterium nicht beinhaltet“, sagte ein Sprecher des Kreises. Aufgrund „des damit verbundenen Aufwands“ könne eine solche Auswertung derzeit nicht vorgenommen werden.

Die Städte Kevelaer und Geldern haben deshalb eigene Auswertungen vorgenommen. Demnach seien in Geldern am Mittwoch 43 infizierte Personen wieder genesen gewesen, in Kevelaer am Sonntag 24 Personen. Somit gebe es in beiden Städten derzeit mehr Genesene als Infizierte. Als „genesen“ gemeldet wird vom Kreis eine positiv getestete Person, die seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr hat und deren Quarantänezeitraum abgelaufen ist.

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Die eigenen Zahlen verdeutlicht die Stadt Geldern nun auch grafisch. Bürgermeister Sven Kaiser: „Es war uns wichtig, das Verhältnis zwischen den Fallzahlen der Corona-Infizierten und den bereits genesenen Patienten zu verdeutlichen. Diese Grafik werden wir nun täglich der aktuellen Situation anpassen und auf unserer Facebookseite veröffentlichen.“ Die relativ hohe Zahl der Infizierten im Vergleich zu anderen Kommunen, so Kaiser, relativiere sich bei Berücksichtigung der Gelderner Einwohnerzahl von rund 35.000.