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Corona Kreis Kleve: Zahlen und Daten zur Ausbreitung

Aktuelles zur Pandemie : Das müssen Sie über das Coronavirus im Kreis Kleve wissen

Wie viel Menschen im Kreis Kleve infiziert sind, wie viele Todesfälle es gibt und wo derzeit die 7-Tages-Inzidenz liegt. Ein Überblick über Zahlen, Daten und Fakten.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu der Corona-Infektion und den Auswirkungen. Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend.

CORONA-INFEKTIONEN  Dem Kreisgesundheitsamt liegen am Sonntag, 11. April,  insgesamt 8805 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie vor. Das sind 133 mehr als am Freitag.

„Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen und der 7-Tage-Inzidenz zu beachten, dass meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen und auch weniger getestet wird. Dies führt dazu, dass weniger Labornachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden“, erläutert der Kreis Kleve.

Von den 8805 Indexfällen sind 388 (+2) in Bedburg-Hau, 965 (+10) in Emmerich, 1123 (+20) in Geldern, 853 (+7) in Goch, 334 (+/-0) in Issum, 306 (+1)  in Kalkar, 273 (+/-0) in Kerken, 740 (+9) in Kevelaer, 1387 (+13) in Kleve, 379 (+1) in Kranenburg, 573 (+4) in Rees, 114 (+1) in Rheurdt, 511 (+5) in Straelen, 127 (+/-0) in Uedem, 215 )+3) in Wachtendonk und 403 (+3) in Weeze. 114 Indexfälle befinden sich noch in Bearbeitung und können daher noch nicht den einzelnen Kommunen zugeordnet werden.

Der Kreis Kleve betont: „Es muss weiterhin davon ausgegangen werden, dass diese Zahlen nicht den tatsächlichen Sachstand widerspiegeln, da zum einen laufend neue Fälle gemeldet werden und zum anderen mit hoher Wahrscheinlichkeit zahlreiche unentdeckte Infizierte eine schwer zu schätzende Dunkelziffer bilden.“

Von den insgesamt 8805 bestätigten Corona-Fällen gelten 8025 als genesen; 158 Personen sind verstorben. Im Kreisgebiet befinden sich aktuell 36 Personen im Krankenhaus.

Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die für Sonntag vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) ermittelte 7-Tage-Inzidenz im Kreis Kleve liegt bei 88,0. Am Freitag lag dieser Wert bei 72,3, am Samstag bei 74,9.

Aktuell befinden sich insgesamt 1499 Personen in häuslicher Quarantäne.

Wer ärztliche Hilfe oder medizinische Beratung braucht, sollte sich umgehend telefonisch an den Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst unter Angabe der Beschwerden und Mitteilung unter der Nummer 116 117 wenden.

 Hinweise finden sich unter www.kreis-kleve.de. Das Corona-Telefon des Kreisgesundheitsamtes ist unter der Telefonnummer 02821 594-950 zu erreichen.

Seit dem 8. Februar laufen im Impfzentrum des Kreises Kleve die Corona-Schutzimpfungen. Mittlerweile erfolgen dort sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen.

Das ist laut dem Kreis Kleve der aktuelle Stand:  Mittlerweile erfolgen dort sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen – insgesamt 35.732. Die mobilen Teams impfen seit Ende Dezember in den Altenpflegeeinrichtungen. Dort gab es bislang insgesamt 13.506 Erst- und Zweitimpfungen. In Einrichtungen der Eingliederungshilfe gab es insgesamt 3950 Impfungen. Auch in den Kliniken im Kreisgebiet gab es bereits Erst- und Zweitimpfungen - insgesamt 7134 Impfdosen. Somit wurden bis zum 4. April im Kreis Kleve insgesamt 60.322 Impfdosen verimpft (bis zum 28. März waren es 49.894). Weitere Hinweise finden sich unter www.kreis-kleve.de.

Zur Erläuterung: Es häufen sich auch in unserer Redaktion die Nachfragen von Lesern, die die täglich vom Kreis Kleve herausgegebenen Corona-Zahlen nicht mehr oder nur in Teilen nachvollziehen können. Das hat mehrere Gründe, einer davon ist die Umstellung der Zählweise durch das Kreishaus. Bis einschließlich Montag, 8. März, hat der Kreis noch labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen gemeldet, die dem Kreisgesundheitsamt zur Mittagszeit vorlagen. Seit Dienstag, 9. März, veröffentlicht der Kreis Zahlen, die dem Kreisgesundheitsamt schon um 0 Uhr vorlagen. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem das Robert-Koch-Institut die aktuellen Zahlen veröffentlicht – die Umstellung diente also zur Anpassung an die landesweite Zählweise. Eine wichtige Information, vor allem als Grundlage zur Berechnung der 7-Tage-Inzidenz.

Und noch etwas hat der Kreis Kleve geändert: Bis zum 9. März hatte man lediglich die Gesamtzahl der Fälle in den Kommunen aufgeführt. Die liegt heute in der Stadt Kleve zum Beispiel bei 1148. Seither führt der Kreis Kleve aber zusätzlich auch Fälle auf, die noch in Bearbeitung sind. Zum Hintergrund: Der Kreis bekommt jeden Tag mitgeteilt, dass es Fälle in seinem Gebiet gibt – mit einer dazugehörigen Telefonnummer. Dann muss die Behörde aber erst durch Kontaktaufnahme herausfinden, in welcher Kommune der Infizierte überhaupt lebt. Das kann schonmal einen Tag dauern. Die Zahl der Fälle, die sich in Bearbeitung befinden, lag am Mittwoch bei 116, am Dienstag waren es noch 102 Fälle, eine Differenz von 14 Fällen.

Am  Mittwoch, 17. März, meldete der Kreis Kleve, dem Gesundheitsamt würden 64 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen mehr als am Tag zuvor vorliegen. Ein Blick auf die Veränderungen in den jeweiligen Kommunen (die Zahlen, die wir immer in Klammern angeben) zeigt aber ganz einen anderen Zuwachs. Wie kommt das zustande? Wir rechnen vor:

Addiert man die neuen Corona-Fälle in den einzelnen Kommunen (also jene Zahlen, die wir immer in Klammern angeben), kommt man auf eine Gesamtzahl von 50 neuen Corona-Fällen. Diese Zahl verrechnet der Kreis Kleve nun mit der Differenz zwischen den Fällen, die sich heute in Bearbeitung befinden (116) und jenen, die sich gestern noch in Bearbeitung befunden haben (102). Also macht der Kreis folgende Rechnung auf: 50+14=64. Damit kommt er zum Schluss, dass 64 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag vorliegen.

Sind Sie an dieser Stelle noch dabei? Dann berechnen wir zum Schluss noch die 7-Tage-Inzidenz. Dafür nehmen wir die heute gemeldete Gesamtzahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie, 7555, und ziehen von ihr die Gesamtzahl der 7186 gemeldeten Fälle vom Stand Mittwoch, 10. März, ab. Übrig bleiben 369 Neuinfektionen in Wochenfrist. Um nun den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu berechnen, teilen wir 369 durch 312.465 – die Einwohnerzahl des Kreises Kleve mit Stand des 31. Dezember 2019 – und multiplizieren das Ergebnis mit 100.000. Das Ergebnis ist die 7-Tage-Inzidenz: 118,1. Diese kann aufgrund einiger statistischer Differenzen leicht von den Zahlen des RKI (118,7) abweichen.

Als „genesen“ gemeldet wird vom Kreis eine positiv getestete Person, die seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr hat und deren Quarantänezeitraum abgelaufen ist. In den vergangenen Wochen habe das Gesundheitsamt des Kreises Kleve zudem festgestellt, dass auch bei älteren Personen mit positivem Covid-19-Befund die Corona-Infektion mit milden Symptomen verlaufen kann.

Vielen ist auch bereits diese Differenz aufgefallen: Wer beim Kreis Kleve, beim Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Landeszentrum Gesundheit (LZG) nach den Zahlen der Corona-Infizierten im Kreisgebiet sucht, wird unterschiedliche Angaben finden. Warum sich die Zahlen des Kreises Kleve von denen des RKI unterscheiden, lesen Sie hier.

Was hat es mit dem Inzidenzwert auf sich? Die Politik hat Größen definiert, ab denen strengere Maßnahmen getroffen werden sollen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Die beiden entscheidenden Inzidenzwerte sind 35 (Gefährdungsstufe 1) und 50 (Gefährdungsstufe 2). Das heißt, dass sich in den vergangenen sieben Tagen mehr als 35 oder 50 Menschen auf 100.000 Einwohner gerechnet mit dem Coronavirus infiziert haben. Das war im Kreis Kleve erstmals am vergangenen Freitag der Fall. Daher gelten nun strengere Maßnahmen. So dürfen an Festen aus herausragendem Anlass höchstens 25 Personen teilnehmen. Der Mund-Nasen-Schutz muss in geschlossenen Räumen bei Veranstaltungen auch am Sitz- oder Stehplatz getragen werden. Veranstaltungen, Versammlungen und Kongresse mit mehr als 1000 Personen sind verboten. Wer darüber hinaus als Reiserückkehrer in freiwilliger Quarantäne ist, ist dem Gesundheitsamt nicht bekannt. „Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Zahlen nicht den tatsächlichen Sachstand widerspiegeln, da zum einen laufend neue Fälle gemeldet werden und zum anderen mit hoher Wahrscheinlichkeit zahlreiche unentdeckte Infizierte und eine entsprechende Zahl von Verdachtsfällen eine schwer zu schätzende Dunkelziffer bilden“, heißt es vom Kreis.

Kostenpflichtiger Inhalt Wie es ist, an Covid-19 zu erkranken, das lesen Sie hier. Wir haben mit einer Betroffenen aus Bedburg-Hau gesprochen. 

Ein Genesener aus Uedem warnt Jüngere, das Virus ernst zu nehmen. Er selbst ist 55 Jahre alt, ein Mann wie ein Baum. Dass er wieder gesund werden würde, war trotzdem nicht sicher. Kostenpflichtiger Inhalt Lesen Sie hier seine Geschichte.

CORONA-TESTS IM KREIS KLEVE

Wann wird getestet? Bei Symptomen wie Husten, Luftnot, Fieber, Halsschmerzen, Krankheitsgefühl und Schwäche sollten Betroffene zunächst in ihrer Hausarztpraxis anrufen. Die Mitarbeiter der Praxis entscheiden, ob und wann die Betroffenen in die Praxis kommen oder sich an eines der Krankenhäuser in Kleve, Emmerich und Geldern wenden sollen. Der Test auf Corona-Infektion wird in den Krankenhäusern nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen durchgeführt und erfolgt nicht bei jedem Patienten. Wichtig: In den Krankenhäusern erfolgt keine ambulante Behandlung und es können keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt werden. Alternativ können Betroffene den Ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen unter Telefon 116 117.

Testergebnis Derzeit kann vom Kreis Kleve nicht genau gesagt werden, wie lange es dauert, bis die Getesteten ein Ergebnis erhalten. „Der Rücklauf der Testergebnisse ist abhängig von der Anzahl der vorgenommen Tests sowie den Testkapazitäten der Labore. Wer positiv getestet wird, wird generell durch das Gesundheitsamt über sein Ergebnis informiert. Bei negativen Ergebnissen, sei die Rückmeldung abhängig von der Stelle, bei der der Test durchgeführt wurde, erklärt die Kreisverwaltung. Wer im Auftrag des Kreises getestet wurde, bekommt, unabhängig vom Testergebnis, eine telefonische Rückmeldung durch das Gesundheitsamt. Testauswertungen in Krankenhäusern und beim Hausarzt unterliegen jedoch der Zuständigkeit anderer Träger, so der Kreis weiter. Seit April, hat das Katholische Karl-Leisner-Klinikum daher einen Rückruf-Service eingerichtet: Im Falle eines positiven Corona-Tests informiert die Patienten das Gesundheitsamt des Kreises Kleve, im Falle eines negativen Corona-Tests informiert sie das Katholische Karl-Leisner-Klinikum.

Wiederaufnahme der Berufstätigkeit Wenn nach Ablauf der 14 Tage nach Rückkehr aus einem Risikogebiet oder letztem Kontakt zu einem bestätigten Corona-Infizierten keine Symptome aufgetreten sind, könne die Berufstätigkeit wieder aufgenommen werden. Eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt ist nicht erforderlich. Sollten innerhalb der zweiwöchigen häuslichen Isolation Symptome auftreten, verlängert sich die empfohlene Quarantäne um weitere 14 Tage. Bei Symptomen sollten sich die Personen mit ihrer Hausarztpraxis in Verbindung setzen.

Hier gibt es weitere Infos

Ärztlicher Bereitschaftsdienst, Telefon 116 117, Alternative zum Hausarzt

Kreisgesundheitsamt, Infotelefon 02821 594950, eine medizinische Beratung findet hier nicht statt

NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Hotline 0211 9119 1001 (montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr

Hier geht es zur Bilderstrecke: So lief der erste Tag im Impfzentrum Kalkar