1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Corona Kreis Kleve: Zahlen und Daten zur Ausbreitung

Aktuelles zur Pandemie : Das müssen Sie über das Coronavirus im Kreis Kleve wissen

Wie viel Menschen im Kreis Kleve infiziert sind, wie viele Todesfälle es gibt und wo derzeit die 7-Tages-Inzidenz liegt. Ein Überblick über Zahlen, Daten und Fakten.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu der Corona-Infektion und den Auswirkungen. Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend.

CORONA-INFEKTIONEN  

Am Sonntag, 7. März, lagen dem Kreisgesundheitsamt zur Mittagszeit insgesamt 6980 labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie vor. Das sind 80 mehr als am vergangenen Freitag. Von den 6.980 Indexfällen sind 298 (+2) in Bedburg-Hau, 827 (+7) in Emmerich, 960 (+9) in Geldern, 711 (+13) in Goch, 228 (+4) in Issum, 235 (+2) in Kalkar, 212 (+2) in Kerken, 610 (+3) in Kevelaer, 1068 (+19) in Kleve, 245 (+9) in Kranenburg, 511 (+0) in Rees, 104 (+1) in Rheurdt, 388 (+3) in Straelen, 108 (+1) in Uedem, 155 (+14) in Wachtendonk und 320 (+) in Weeze.

Von den insgesamt 6980 bestätigten Corona-Fällen gelten 6468 als genesen; 136 Personen sind verstorben. Im Kreisgebiet befinden sich aktuell 37 Personen im Krankenhaus. Mehrere Corona-Indexfälle gibt es in Kranenburg-Nütterden im Familienzentrum St. Barbara. Die für Sonntag um 0 Uhr vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) ermittelte 7-Tage-Inzidenz im Kreis Kleve liegt bei 91,2. Am Samstag lag dieser Wert bei 95,7.

Aktuell befinden sich insgesamt 1402 Personen in häuslicher Quarantäne.

 Wer ärztliche Hilfe oder medizinische Beratung braucht, sollte sich umgehend telefonisch an den Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst unter Angabe der Beschwerden und Mitteilung unter der Nummer 116 117 wenden. 

 Hinweise finden sich unter www.kreis-kleve.de. Das Corona-Telefon des Kreisgesundheitsamtes ist unter der Telefonnummer 02821 594-950 zu erreichen.

Als „genesen“ gemeldet wird vom Kreis eine positiv getestete Person, die seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr hat und deren Quarantänezeitraum abgelaufen ist. In den vergangenen Wochen habe das Gesundheitsamt des Kreises Kleve zudem festgestellt, dass auch bei älteren Personen mit positivem Covid-19-Befund die Corona-Infektion mit milden Symptomen verlaufen kann.

Vielen ist auch bereits diese Differenz aufgefallen: Wer beim Kreis Kleve, beim Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Landeszentrum Gesundheit (LZG) nach den Zahlen der Corona-Infizierten im Kreisgebiet sucht, wird unterschiedliche Angaben finden. Warum sich die Zahlen des Kreises Kleve von denen des RKI unterscheiden, lesen Sie hier.

Was hat es mit dem Inzidenzwert auf sich? Die Politik hat Größen definiert, ab denen strengere Maßnahmen getroffen werden sollen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Die beiden entscheidenden Inzidenzwerte sind 35 (Gefährdungsstufe 1) und 50 (Gefährdungsstufe 2). Das heißt, dass sich in den vergangenen sieben Tagen mehr als 35 oder 50 Menschen auf 100.000 Einwohner gerechnet mit dem Coronavirus infiziert haben. Das war im Kreis Kleve erstmals am vergangenen Freitag der Fall. Daher gelten nun strengere Maßnahmen. So dürfen an Festen aus herausragendem Anlass höchstens 25 Personen teilnehmen. Der Mund-Nasen-Schutz muss in geschlossenen Räumen bei Veranstaltungen auch am Sitz- oder Stehplatz getragen werden. Veranstaltungen, Versammlungen und Kongresse mit mehr als 1000 Personen sind verboten. Wer darüber hinaus als Reiserückkehrer in freiwilliger Quarantäne ist, ist dem Gesundheitsamt nicht bekannt. „Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Zahlen nicht den tatsächlichen Sachstand widerspiegeln, da zum einen laufend neue Fälle gemeldet werden und zum anderen mit hoher Wahrscheinlichkeit zahlreiche unentdeckte Infizierte und eine entsprechende Zahl von Verdachtsfällen eine schwer zu schätzende Dunkelziffer bilden“, heißt es vom Kreis.

Kostenpflichtiger Inhalt Wie es ist, an Covid-19 zu erkranken, das lesen Sie hier. Wir haben mit einer Betroffenen aus Bedburg-Hau gesprochen. 

Ein Genesener aus Uedem warnt Jüngere, das Virus ernst zu nehmen. Er selbst ist 55 Jahre alt, ein Mann wie ein Baum. Dass er wieder gesund werden würde, war trotzdem nicht sicher. Kostenpflichtiger Inhalt Lesen Sie hier seine Geschichte.

CORONA-TESTS IM KREIS KLEVE

Wann wird getestet? Bei Symptomen wie Husten, Luftnot, Fieber, Halsschmerzen, Krankheitsgefühl und Schwäche sollten Betroffene zunächst in ihrer Hausarztpraxis anrufen. Die Mitarbeiter der Praxis entscheiden, ob und wann die Betroffenen in die Praxis kommen oder sich an eines der Krankenhäuser in Kleve, Emmerich und Geldern wenden sollen. Der Test auf Corona-Infektion wird in den Krankenhäusern nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen durchgeführt und erfolgt nicht bei jedem Patienten. Wichtig: In den Krankenhäusern erfolgt keine ambulante Behandlung und es können keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt werden. Alternativ können Betroffene den Ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen unter Telefon 116 117.

Testergebnis Derzeit kann vom Kreis Kleve nicht genau gesagt werden, wie lange es dauert, bis die Getesteten ein Ergebnis erhalten. „Der Rücklauf der Testergebnisse ist abhängig von der Anzahl der vorgenommen Tests sowie den Testkapazitäten der Labore. Wer positiv getestet wird, wird generell durch das Gesundheitsamt über sein Ergebnis informiert. Bei negativen Ergebnissen, sei die Rückmeldung abhängig von der Stelle, bei der der Test durchgeführt wurde, erklärt die Kreisverwaltung. Wer im Auftrag des Kreises getestet wurde, bekommt, unabhängig vom Testergebnis, eine telefonische Rückmeldung durch das Gesundheitsamt. Testauswertungen in Krankenhäusern und beim Hausarzt unterliegen jedoch der Zuständigkeit anderer Träger, so der Kreis weiter. Seit April, hat das Katholische Karl-Leisner-Klinikum daher einen Rückruf-Service eingerichtet: Im Falle eines positiven Corona-Tests informiert die Patienten das Gesundheitsamt des Kreises Kleve, im Falle eines negativen Corona-Tests informiert sie das Katholische Karl-Leisner-Klinikum.

Wiederaufnahme der Berufstätigkeit Wenn nach Ablauf der 14 Tage nach Rückkehr aus einem Risikogebiet oder letztem Kontakt zu einem bestätigten Corona-Infizierten keine Symptome aufgetreten sind, könne die Berufstätigkeit wieder aufgenommen werden. Eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt ist nicht erforderlich. Sollten innerhalb der zweiwöchigen häuslichen Isolation Symptome auftreten, verlängert sich die empfohlene Quarantäne um weitere 14 Tage. Bei Symptomen sollten sich die Personen mit ihrer Hausarztpraxis in Verbindung setzen.

Hier gibt es weitere Infos

Ärztlicher Bereitschaftsdienst, Telefon 116 117, Alternative zum Hausarzt

Kreisgesundheitsamt, Infotelefon 02821 594950, eine medizinische Beratung findet hier nicht statt

NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Hotline 0211 9119 1001 (montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr

Hier geht es zur Bilderstrecke: So lief der erste Tag im Impfzentrum Kalkar