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Corona im Kreis Kleve: 1701 Infizierte seit Beginn der Statistik (Stand: 28. Oktober)

Corona : Das müssen Sie über das Coronavirus im Kreis Kleve wissen

Die Zahl der Infizierten im Kreis Kleve liegt am Montag bei 1741 (+40). Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 45. Als genesen gelten mittlerweile 1403 (+17) Personen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen.

  • 1741 Infizierte im Kreis Kleve, 46 Todesfälle, 1403 Personen genesen, interaktive Karte zeigt Entwicklung
  • Infos zu Corona-Tests und Quarantäne
  • Hilfen für Unternehmer
  • Infos zu Besucherzeiten in Krankenhäusern im Kreis
  • Regelungen im ÖPNV
  • Öffnungszeiten der Ämter in den Kommunen

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu der Corona-Infektion und den Auswirkungen. Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend.

CORONA-INFEKTIONEN

Dem Kreisgesundheitsamt liegen insgesamt 1741 (+40) labordiagnostisch bestätigte Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie vor. Von den 1741 Indexfällen sind 94 (+1) in Bedburg-Hau, 195 (+8) in Emmerich am Rhein, 307 (+3) in Geldern, 188 (+4) in Goch, 44 (+0) in Issum, 51 (vom Kreis korrigert) in Kalkar, 57 (+1) in Kerken, 153 (+2) in der Wallfahrtsstadt Kevelaer, 259 (+15) in Kleve, 66 (+0) in Kranenburg, 92 (+1) in Rees, 28 (+1) in Rheurdt, 93 (+0) in Straelen, 36 (+1) in Uedem, 24 (+1) in Wachtendonk und 52 (+0) in Weeze.

Von den insgesamt 1741 (+40) bestätigten Corona-Fällen gelten 1403 (+17) Personen als genesen; 46 (+1) Personen sind verstorben. Bei der 46. verstorbenen Person handelt es sich um einen 74-jährigen Mann aus Kevelaer. Zu Vorerkrankungen ist dem Kreisgesundheitsamt nichts bekannt. Im Kreisgebiet befinden sich aktuell 33 (+0) Personen im Krankenhaus.

Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) ermittelte 7-Tage-Inzidenz im Kreis Kleve liegt unverändert bei 97,9.

Aktuell befinden sich insgesamt 2158 (+212) Personen in häuslicher Quarantäne.

Das Infotelefon des Kreisgesundheitsamtes ist unter der Telefonnummer 02821 594-950 zu erreichen.

Wie sich die Anzahl der Genesenen auf die jeweiligen Kommunen aufteilt, konnte der Kreis immer noch nicht mitteilen.

Als „genesen“ gemeldet wird vom Kreis eine positiv getestete Person, die seit mindestens 48 Stunden keine Symptome mehr hat und deren Quarantänezeitraum abgelaufen ist. In den vergangenen Wochen habe das Gesundheitsamt des Kreises Kleve zudem festgestellt, dass auch bei älteren Personen mit positivem Covid-19-Befund die Corona-Infektion mit milden Symptomen verlaufen kann.

Vielen ist auch bereits diese Differenz aufgefallen: Wer beim Kreis Kleve, beim Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Landeszentrum Gesundheit (LZG) nach den Zahlen der Corona-Infizierten im Kreisgebiet sucht, wird unterschiedliche Angaben finden. Warum sich die Zahlen des Kreises Kleve von denen des RKI unterscheiden, lesen Sie hier.

Was hat es mit dem Inzidenzwert auf sich? Die Politik hat Größen definiert, ab denen strengere Maßnahmen getroffen werden sollen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Die beiden entscheidenden Inzidenzwerte sind 35 (Gefährdungsstufe 1) und 50 (Gefährdungsstufe 2). Das heißt, dass sich in den vergangenen sieben Tagen mehr als 35 oder 50 Menschen auf 100.000 Einwohner gerechnet mit dem Coronavirus infiziert haben. Das war im Kreis Kleve erstmals am vergangenen Freitag der Fall. Daher gelten nun strengere Maßnahmen. So dürfen an Festen aus herausragendem Anlass höchstens 25 Personen teilnehmen. Der Mund-Nasen-Schutz muss in geschlossenen Räumen bei Veranstaltungen auch am Sitz- oder Stehplatz getragen werden. Veranstaltungen, Versammlungen und Kongresse mit mehr als 1000 Personen sind verboten. Wer darüber hinaus als Reiserückkehrer in freiwilliger Quarantäne ist, ist dem Gesundheitsamt nicht bekannt. „Es muss davon ausgegangen werden, dass diese Zahlen nicht den tatsächlichen Sachstand widerspiegeln, da zum einen laufend neue Fälle gemeldet werden und zum anderen mit hoher Wahrscheinlichkeit zahlreiche unentdeckte Infizierte und eine entsprechende Zahl von Verdachtsfällen eine schwer zu schätzende Dunkelziffer bilden“, heißt es vom Kreis.

Unbekannte haben in Zeiten des grassierenden Coronavirus ein "Danke-Banner" für das Pflege- und Ärztepersonal gegenüber des St.-Antonius-Hospitals in Kleve aufgehängt. Foto: Markus van Offern (mvo)

Werden derzeit (Stand: 20.10.2020) mehr Corona-Fälle identifiziert, weil in den vergangenen Tagen häufiger getestet wurde? Nein. Die Anzahl der Testungen im Kreis Kleve befindet sich nicht erst seit Ende vergangener Woche auf einem hohen Niveau, sondern schon seit einigen Monaten. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass der aktuelle Anstieg tatsächlich auch auf zunehmende Infektionszahlen zurückzuführen ist.

Infektionen je Altersgruppe Die größte Altersgruppe an nachweisbar Infizierten ist die zwischen 35 und 59 Jahren (40,7 Prozent), gefolgt von 15 bis 34 Jahren (29,3 Prozent). Die Altersgruppe 60+ kommt auf 24,2 Prozent, 0 bis 14 Jährige machen lediglich 5,6 Prozent des Infektionsgeschehens im Kreis Kleve aus. Infizierte sind dabei genauso häufig männlich wie weiblich.

Kostenpflichtiger Inhalt Wie es ist, an Covid-19 zu erkranken, das lesen Sie hier. Wir haben mit einer Betroffenen aus Bedburg-Hau gesprochen. 

Ein Genesener aus Uedem warnt Jüngere, das Virus ernst zu nehmen. Er selbst ist 55 Jahre alt, ein Mann wie ein Baum. Dass er wieder gesund werden würde, war trotzdem nicht sicher. Kostenpflichtiger Inhalt Lesen Sie hier seine Geschichte.

CORONA-TESTS IM KREIS KLEVE

Wann wird getestet? Bei Symptomen wie Husten, Luftnot, Fieber, Halsschmerzen, Krankheitsgefühl und Schwäche sollten Betroffene zunächst in ihrer Hausarztpraxis anrufen. Die Mitarbeiter der Praxis entscheiden, ob und wann die Betroffenen in die Praxis kommen oder sich an eines der Krankenhäuser in Kleve, Emmerich und Geldern wenden sollen. Der Test auf Corona-Infektion wird in den Krankenhäusern nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen durchgeführt und erfolgt nicht bei jedem Patienten. Wichtig: In den Krankenhäusern erfolgt keine ambulante Behandlung und es können keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt werden. Alternativ können Betroffene den Ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen unter Telefon 116 117.

Testergebnis Derzeit kann vom Kreis Kleve nicht genau gesagt werden, wie lange es dauert, bis die Getesteten ein Ergebnis erhalten. „Der Rücklauf der Testergebnisse ist abhängig von der Anzahl der vorgenommen Tests sowie den Testkapazitäten der Labore. Wer positiv getestet wird, wird generell durch das Gesundheitsamt über sein Ergebnis informiert. Bei negativen Ergebnissen, sei die Rückmeldung abhängig von der Stelle, bei der der Test durchgeführt wurde, erklärt die Kreisverwaltung. Wer im Auftrag des Kreises getestet wurde, bekommt, unabhängig vom Testergebnis, eine telefonische Rückmeldung durch das Gesundheitsamt. Testauswertungen in Krankenhäusern und beim Hausarzt unterliegen jedoch der Zuständigkeit anderer Träger, so der Kreis weiter. Seit April, hat das Katholische Karl-Leisner-Klinikum daher einen Rückruf-Service eingerichtet: Im Falle eines positiven Corona-Tests informiert die Patienten das Gesundheitsamt des Kreises Kleve, im Falle eines negativen Corona-Tests informiert sie das Katholische Karl-Leisner-Klinikum.

Wiederaufnahme der Berufstätigkeit Wenn nach Ablauf der 14 Tage nach Rückkehr aus einem Risikogebiet oder letztem Kontakt zu einem bestätigten Corona-Infizierten keine Symptome aufgetreten sind, könne die Berufstätigkeit wieder aufgenommen werden. Eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt ist nicht erforderlich. Sollten innerhalb der zweiwöchigen häuslichen Isolation Symptome auftreten, verlängert sich die empfohlene Quarantäne um weitere 14 Tage. Bei Symptomen sollten sich die Personen mit ihrer Hausarztpraxis in Verbindung setzen.

Hier gibt es weitere Infos

Ärztlicher Bereitschaftsdienst, Telefon 116 117, Alternative zum Hausarzt

Kreisgesundheitsamt, Infotelefon 02821 594950, eine medizinische Beratung findet hier nicht statt

NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Hotline 0211 9119 1001 (montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr)

KONTAKTVERBOTE UND WEITERE EINSCHRÄNKUNGEN IM ÖFFENTLICHEN LEBEN

Bund und Länder hatten am Sonntag, 22. März, Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Dadurch war öffentliche Leben in Nordrhein-Westfalen stark eingeschränkt. Seit dem 4. Mai haben Friseursalons, Gedenkstätten, Museen und Zoos wieder geöffnet. Seit Donnerstag, 7. Mai, sind in NRW auch wieder Spielplätze frei zugänglich. Zudem wurde inzwischen das Sporttreiben im Freien wieder erlaubt, auch die Sporthallen dürfen wieder geöffnet werden. Auch die meisten Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe sind wieder geöffnet.

SCHULEN UND KITAS

Kindergärten Nachdem die Kindergärten während der ersten Covid-19-Infektionswelle - zwischen März und Juni - größtenteils geschlossen wurden, haben Bund und Länder beschlossen, Kindergärten, Kindertagesstätten und Horte, falls es zu einem erneuten Lockdown kommt, offen zu halten

Schulen Nachdem die Schulen während der ersten Covid-19-Infektionswelle - zwischen März und Juni - geschlossen wurden und bis zu den Sommerferien in einem „rollierenden System“ weiterverfahren wurde, haben Bund und Länder beschlossen, Grund- und weiterführende Schulen, falls es zu einem erneuten Lockdown kommt, offen zu halten.

KRANKENHÄUSER

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt auch im Kreis Kleve stark an. Um die Gesundheit von Patienten und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, schränkt das Katholische Karl-Leisner-Klinikum deshalb in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Kleve die Besuchsmöglichkeiten für seine Krankenhäuser drastisch ein. Die Behandlung ambulanter und stationärer Patient*innen ist weiterhin ohne Einschränkungen gewährleistet.

Im St.-Antonius-Hospital Kleve, Wilhelm-Anton-Hospital Goch und Marienhospital Kevelaer sind ab Freitag, 23. Oktober 2020, keine Patientenbesuche mehr möglich.

Ausnahmen sind der Besuch schwerstkranker Patienten, der Besuch von Kindern (Absprachen erforderlich) und Geburten (Väter). Das St. Nikolaus-Hospital Kalkar ermöglicht als einziges Haus des Klinikums weiterhin individuelle Besuchsregelungen (Absprache erforderlich).

Dringend benötigte persönliche Gegenstände wie Wechselkleidung oder Toilettenartikel können für Patient*innen in den Empfangsbereichen der Krankenhäuser abgegeben werden.

Die Behandlung ambulanter und stationärer Patienten ist in allen Krankenhäusern des Klinikums weiterhin ohne Einschränkungen gewährleistet. Patienten werden gebeten, sich jeweils am Empfang der Krankenhäuser zu melden. Das gilt auch für Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im St.-Antonius-Hospital Kleve.

ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR

Der Flughafen Weeze hat nach einer Corona-Pause seinen Betrieb wiederaufgenommen. Busse und Züge fahren regulär, nach ihrem Fahrplan. Dort gilt jedoch eine Bedeckungspflicht von Mund und Nase während der gesamten Fahrt.

Seit dem 15. Juni hat der Bürgerbus Kevelaer seine Arbeit wiederaufgenommen, der Bürgerbusverein Uedem seit dem 03. August und der Bürgerbus Emmerich seit dem 10. August

GRENZREGION

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am 17. Oktober die Niederlande als Risikogebiet für Covid-19 eingestuft. Wichtig für die Bürger im grenznahen Kreis Kleve ist, dass sie zunächst keine besonderen Maßnahmen treffen müssen, wenn ein Besuch in den Niederlanden erfolgt ist. Der sogenannte „kleine Grenzverkehr“ bleibt weiterhin möglich. Das heißt Sie dürfen sich maximal 24 Stunden in den Niederlanden befinden und werden nicht in die Quarantäne gebeten. Auch für die Berufspendler ergeben sich hieraus keine unmittelbaren Auswirkungen. Von nicht notwendigen oder touristischen Reisen in die Niederlande wird jedoch abgeraten.

In den Niederlanden hat der dortige Ministerpräsident Rutte einen „Teil-Lockdown“ angekündigt. RP berichtete.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So verändert die Corona-Krise das Bild der Stadt Kleve