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CDU und SPD in Issum stellen Anträge um Schulkinder zu stärken

Schulleben im Altbierdorf : Ergotherapie und Tablets für Issumer Schulkinder

Die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig es für Schulen und auch Familien ist, digital gut aufgestellt zu sein. Deswegen möchte die SPD, dass es für bedürftige Familien Leihgeräte gibt. Die CDU möchte gerne frühe Ergotherapie-Angebote in Schulen und Kitas.

Sowohl CDU als auch SPD stellen Anträge, um Issumer Schulkinder zu stärken. Wie auch in anderen Kommunen geht es unter anderem um die digitale Ausstattung. „Die bisherige Corona-Zeit hat eindeutig nachgewiesen, dass wir dringend ein gut funktionierendes Konzept sowohl für den digitalen Unterricht wie auch für Homeschooling der Schulen benötigen“, schreibt Theo Lehmkuhl, der Fraktionsvorsitzende der SPD in seinem Antrag. Nur so könne auch eine Leistungsüberprüfung erreicht werden. Im Antrag fordert er, dass die erforderlichen Geräte leihweise zur Verfügung gestellt werden sollten. Der Vorschlag der Verwaltung lautet, dass die beiden Grundschulen zunächst einen zusätzlichen Bedarf konkretisieren sollen, der nicht schon über die veranschlagten Haushaltsmittel abdeckt werden kann. In der Ratssitzung am Donnerstag geht es dann darum, auch die weiteren politischen Entwicklungen auf Bundes- und Länderebene zu dem Thema zu beleuchten.

Ebenfalls Thema am Donnerstag soll der Antrag der CDU sein zu Ergotherapie an Grundschulen und Kindergärten. Zwar gehört das klassischerweise in den Jugend-, Sozial-, Kultur- und Seniorenauschuss, der würde allerdings erst wieder am 26. November zusammenkommen und damit vielleicht zu spät, als dass die Gelder mit im nächsten Haushaltsplan berücksichtigt würden. Zur Begründung: Sowohl in Kindergärten und Grundschulen in Issum gibt es bereits Angebote der Ergotherapie im Rahmen des Projekts „Alle Kinder kommen mit“. Dabei lernen die Kinder unter die richtige Stifthaltung, das richtige Sitzen am Schreibtisch oder das Packen der Schultasche. „Der Erfolg und der Nutzen dieser Projekte wurde uns von der Schulleiterin der Brüder-Grimm-Schule bestätigt“, schreibt Gerd Stenmans, Fraktionsvorsitzender der CDU in seinem Antrag. Bisher wurde das Ganze über Inklusionsgeld des Landes, Privatspenden, Fördergelder, etwa aus der Gelsenwasser-Stifung oder auch Mitteln der Träger bezahlt.

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Ziel sei es aber, ein dauerhaftes Angebot an Ergotherapie für die Bereiche Feinmotorik, Sitzhaltung und Organisation zu installieren. Dafür soll auch nach Fördermöglichkeiten auf EU-, Bundes- und Landesebene geschaut werden, damit möglichst alle Issumer Kinder das Angebot nutzen können.