1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

Kommentar: CDU: Stellen streichen

Kommentar : CDU: Stellen streichen

Wichtiges Signal an die Bürger

Das Zehn-Millionen-Loch im Gelderner Haushalt zwingt zu harten Einschnitten. Dass die Fraktionen dabei auch bei sich selbst sparen wollen, ist ein guter Ansatz. Natürlich sind es nicht die dicken finanziellen Brocken, die gespart werden, wenn eine Kürzung der Fraktionsumlagen im Raum steht oder der Vorschlag, das Weihnachtsessen aus eigener Tasche zu bezahlen. Aber es ist ein wichtiges Signal an die Gelderner Bürger, dass die Lokalpolitiker auch sich selbst im Blick haben und nicht nur da den Rotstift ansetzen, wo sie nicht betroffen sind.

Geldern (cku) Die Gelderner CDU will die Leistungen innerhalb der Stadtverwaltung kürzen, um dadurch zu sparen. Das würde sich auch auf den Stellenplan auswirken. Zudem sollen verwaltungseigene Sach- und Pauschalausgaben um fünf Prozent gekürzt werden.

"Die CDU-Fraktion geht davon aus, dass mit dem vorhandenen Verantwortungsbewusstsein eines jeden Mitarbeiters in der Verwaltung eine jährliche Einsparung bis zu circa 750 000 Euro erfolgen kann", erklärt Fraktionsvorsitzender Johannes Leurs. "Klar ist, dass es ein großes Maß Verständnis, Flexibilität sowie Kreativität zu dem extremen Sparzwang erfordert und einige bisherige Serviceleistungen außerhalb der Kernaufgaben auf das Notwendige reduziert."

Die Christdemokraten haben weitere Kürzungen ins Auge gefasst. Beispiele dafür sind in 2010 die Umgestaltung des Veerter Marktplatzes, die Unterhaltung der Grünflächen mit jährlich minus 20 000 Euro, neue Dienstkleidung für die Feuerwehr (10 000 Euro), Kürzungen bei Zuschüssen für Kulturveranstaltungen um 20 Prozent und bei Jugendfahrten. Gestrichen werden soll auch die Hälfte der Förderung in Altentagesstätten (16 000 Euro).

(RP)