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CDU-Politiker in Kinderschutzambulanz im St.-Clemens-Hospital Geldern

Kinderschutzambulanz im St.-Clemens-Hospital Geldern : Gefährdeten Kindern Ausweg anbieten

Christina Schulze Föcking informierte sich im St.-Clemens-Hospital in Geldern. Thema war die Arbeit der Kinderschutzambulanz. Die Politikerin ist Mitglied des Landtags und Sprecherin für die NRW-Kinderschutzkommission.

    An der Seite von CDU-Landtagskandidat Stephan Wolters besuchte die NRW-Abgeordnete Christina Schultze Föcking in der vergangenen Woche das St.-Clemens-Hospital. Als Sprecherin für die Kinderschutzkommission der Landesregierung stand für sie der fachliche Austausch mit dem interdisziplinären Team der Kinderschutzambulanz im Fokus.

Seit mittlerweile drei Jahren gibt es im Gelderner Krankenhaus diese professionelle Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die von Vernachlässigung, körperlichen und seelischen Misshandlungen oder sexueller Gewalt betroffen sind. Hier arbeiten speziell geschulte Ärzte, Pflegekräfte und psychosoziale Fachkräfte, um gefährdeten Kindern einen Ausweg aus der Bedrohung anzubieten. „Wir verstehen uns als Teil eines professionellen Kinderschutznetzwerkes — zusammen mit weiteren Netzwerkpartnern wie Jugendämtern, Polizei, pädagogischen Einrichtungen oder niedergelassenen Medizinern. Unsere Aufgabe beginnt mit der Erstversorgung von Minderjährigen, die akut gefährdet sind oder bei denen der Verdacht auf einen Übergriff vorliegt“, erklärt Dr. Katharina Ketteler, zertifizierte Kinderschutzärztin und medizinische Leiterin der Kinderschutzambulanz.

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Wichtig seien zu Beginn ausführliche Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen sowie den Angehörigen, um eine gute Vertrauensbasis zu schaffen und eine erneute Traumatisierung zu vermeiden. Auch die körperliche Untersuchung zur Diagnostik und gerichtssicheren Dokumentation fällt in die Zuständigkeit der Kinderschutzambulanz. „Bei der Untersuchung schauen wir uns die Kinder sehr genau, vor allem aber auch sehr behutsam an, um alle Anzeichen für Gewalt zu erkennen. Entsprechend der Befunde leiten wir anschließend eine adäquate Behandlung ein“, so Ketteler weiter.

Für Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking leistet die Einrichtung damit einen wichtigen Beitrag für die Intervention und Anschlusshilfe bei allen Arten von Kindeswohlgefährdung. „Mit der Vernetzung in der Region und der Schulung interner und externer Partner erfüllt die Kinderschutzambulanz bereits jetzt alle Anforderungen, die wir in unserem Kinderschutzgesetz verbindlich festlegen.“

Auch Stephan Wolters, Vorsitzender der CDU Geldern und  Landtagskandidat, zeigte sich tief beeindruckt. „Als Geldrianer weiß ich um die Bedeutung des Krankenhauses für die Region. Dass hier in Sachen Kinderschutz seit Jahren eine so wichtige Arbeit geleistet wird – weit über die Sicherung der Regelversorgung hinaus –  macht mich stolz.“ Wichtig sei es nun, die Arbeit der Kinderschutzambulanz durch politisches Handeln weiter zu festigen. „Wirksamer Kinderschutz“, so Schulze Föcking, „ist kein gesellschaftlicher Auftrag, sondern eine Pflicht. Er braucht Verbindlichkeit, Standards und konkrete Vorgaben.“