CDU-Fraktion Kerken betont: Wir wollen den Anwohnern der Ferienhaussiedlung am Eyller See helfen.

Kommunalpolitik: CDU Kerken setzt auf Ehrlichkeit: „Sind keine Zauberer“

Die Anwohner der Ferienhaussiedlung am Eyller See können darauf bauen, dass die CDU-Fraktion ihr Anliegen unterstützt, dauerhaftes Wohnen in dem Gebiet auch planungsrechtlich zu sichern. Im vergangenen Jahr hatte der Rat die Stellungnahme zur Änderung des Landesentwicklungsplanes (LEP) dafür genutzt, die Möglichkeit einzufordern, dauerhaftes Wohnen zu erlauben.

Im Gespräch mit unserer Redaktion betonen Rainer Hufschmidt als Fraktionsvorsitzender und Ulrich Neffe als sein Stellvertreter aber auch, dass man nur im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten helfen könne.

Bei der CDU halte man nichts davon, Versprechungen zu machen, die man am Ende nicht halten könne. Die Landespolitik sei bei diesem Thema am Zug, die Möglichkeiten der Kommunalpolitik seien sehr eingeschränkt. Im Gegensatz zu anderen Ratsfraktionen wolle man auch bei diesem „ungemütlichen Thema“ ehrlich bleiben und dürfe den Betroffenen „keinen Sand in die Augen streuen“. Man nutze alle Möglichkeiten, die Landespolitik im Sinne der Anwohner zu beeinflussen und habe schon sehr viele Gespräche im Hintergrund geführt. Ulrich Neffe: „Das Gute ist: Auf Kreis-, Landes- und Bundesebene haben unser Ansprechpartner ein offenes Ohr und verstehen das Problem. Hoffen wir auf eine gute Entscheidung. Zaubern können wir allerdings nicht.“

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Viele Gespräche führen, Fachinformationen einholen, fundierte Konzepte vorlegen – das sehen Hufschmidt und Neffe als Stil ihrer Fraktion. Dazu gehöre, dass man für einige Themen auch etwa mehr Zeit brauche. Und die müsse man sich nehmen. Gemeinsam sei man auf gutem Weg, die Attraktivität Kerkens weiter zu steigern und junge Familien anzulocken. Dieser Zuzug sei wichtig, um die Infrastruktur wie die Kassenlage dauerhaft zu sichern. Gerade der Blick auf die Finanzen sei Grund für die CDU, nun auch einmal auf die Bremse zu treten. Habe man außergewöhnliche Großprojekte ohne Kreditaufnahme stemmen können, müsse man mittelfristig auch mit geringeren Einnahmen auskommen und dabei an die Folgekosten denken. Neffe sieht bei einigen Straßen noch dringenden Handlungsbedarf („Die sind einfach kaputt“). Man werde aber auch nicht jeden Wirtschaftsweg asphaltieren können. Wchtiges Thema bleibe für die CDU die Digitalisierung. Nach dem Glasfaserausbau („Endlich“) müsse nun auch Kerkens Verwaltung digitaler werden und modernere Systeme einsetzen.

Ulrich Neffe.⇥ Fotos: möw. Foto: Dirk Möwius