1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern

BVK macht Vorschlag in Diskussion ums Ärztehaus Kerken.

Medizinische Versorgung in Kerken : BVK will Standortkonzept für Ärztehaus Kerken

Die Fraktion hat einen Antrag bei der Verwaltung eingereicht. Das Jugendheim Aldekerk erscheint ihr nicht geeignet.

In die Diskussion um ein Ärztehaus für Kerken schaltet sich jetzt auch die Bürgervereinigung Kerken (BVK) ein. Sie beklagt einen Hausärztemangel in der Gemeinde und hält ein Standortkonzept für die Errichtung eines oder mehrerer Ärztehäuser in Aldekerk und Nieukerk für dringend erforderlich. Hierbei sollte der Fokus nicht ausschließlich auf Hausärzte gerichtet sein. Auch für die Ansiedlung von Fachärzten könnten Standorte in der Nähe der barrierefreien Bahnhöfe interessant sein. Die BVK-Fraktion hat einen Antrag gestellt, wonach die Gemeindeverwaltung einen geeigneten Standort für ein Ärztehaus suchen soll.

„Das Interesse von Investoren und Ärzten hierfür scheint sehr groß zu sein“, so Fraktionsvorsitzender Bernhard Rembarz. „Die Gemeindeverwaltung soll die Ärzte bei Standortsuche und Planung unterstützen. Das Jugendheim in Aldekerk halten wir nicht für ein geeignetes Gebäude für ein solches Ärztehaus.“ Damit sieht die BVK die Pläne der SPD kritisch, das Jugendheim in Aldekerk für ein Ärztehaus zu nutzen. Zu diesem Gebäude liege bisher noch kein Kaufvertragsentwurf vor, geschweige denn kenne der Gemeinderat die Vertragsbedingungen. Hier könnte es durchaus sein, dass die Kirche dem Verkauf nur zustimmt, wenn es eine bestimmte Nutzung, zum Beispiel eine soziale Nutzung, gibt. Es könnten unbekannte Folgekosten auf die Gemeinde zukommen, wenn das Gebäude anderweitig genutzt wird. „Uns ist nicht ersichtlich, welche Kosten für ein Ärztehaus genau ermittelt werden sollen, da noch überhaupt kein Bedarf und keine Grundlage ermittelt wurde“, so Rembarz.

 Kerken entwickele sich durch die Ausweisung von Baugebieten sowie durch die geplanten Änderungen im Regionalplan rasant weiter. Dementsprechend hält die BVK eine ausgewogene städtebauliche Entwicklung für geboten. „Erst nach Erarbeitung eines Standortkonzeptes können gezielt Gespräche mit der Ärzteschaft und möglichen Investoren geführt werden. Die Gemeinde soll hierbei lediglich als Vermittler auftreten“, so Patricia Gerlings-Hellmanns von der BVK-Fraktion. Einen entsprechenden Antrag hat die BVK im Rathaus eingereicht.