Geldern: Bunt statt blau - Kinder gegen Alkohol

Geldern : Bunt statt blau - Kinder gegen Alkohol

Ministerpräsident Armin Laschet und DAK-Gesundheit suchen die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch. Allein 2016 gab es im Kreis Kleve 111 Fälle von Komasaufen bei Jugendlichen.

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne "bunt statt blau" 2018 zur Alkoholprävention. Bereits im neunten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Schirmherr der mehrfach ausgezeichneten Kampagne für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren ist in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Zum Hintergrund: Alleine im Jahr 2016 kamen bundesweit 22.309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, davon 5191 in NRW. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen erneut gestiegen. Experten fordern verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Alle Schulen im Kreis Kleve sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen.

Verbunden mit der Kampagne ist die "Aktion Glasklar", die seit 13 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. Beim so genannten Komasaufen gab es 2016 im Kreis Kleve mit 111 Betroffenen einen Anstieg um 13,3 Prozent zum Jahr 2015. "Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen", sagt Volker Dorissen von der DAK-Gesundheit im Kreis Kleve. "Bei 'bunt statt blau' werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders."

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 87.000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus dem Kreis Kleve. Die Kampagne "bunt statt blau" wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

"Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut", erklärt Dorissen. "Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch." Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und dem Vorstandsvorsitzenden der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, wird die Bundesjury nach dem Einsendeschluss am 31. März aus 16 Landesgewinnern den Bundessieger "bunt statt blau" 2018 wählen. Neu in der Jury ist der Hamburger Künstler Emree Kavás. Der Deutsch-Soul-Sänger begeistert mit seiner erfolgreichen Debütsingle "Kopf Hoch" derzeit Medienvertreter und Musikfans gleichermaßen.

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es Geld- und Sachpreise zu gewinnen. Außerdem winkt auch 2018 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann neben einem Geldpreis eine Eintrittskarte für die re:publica 2019 in Berlin gewinnen.

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2018 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und DAK-Vorstand Andreas Storm den Bundesgewinner.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau

(RP)
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