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Geldern: Bürgermonitor: Keine Chance fürs Parken auf dem Südwall

Geldern : Bürgermonitor: Keine Chance fürs Parken auf dem Südwall

Eine schwer erträgliche Verkehrssituation hatte das Ehepaar Begrich-van Moock vor seinem Haus am Gelderner Südwall im Bürgermonitor der Rheinischen Post beklagt. Es bestehe keine Möglichkeit, auch nur kurz zu parken, um beispielsweise schwere Pakete ins Haus zu tragen.

Mitunter wurden Einkäufe per Schubkarre zur Haustür gerollt. Ein eingeschränktes Halteverbot, um ganz kurz Sachen hinein- oder herauszuholen, ist der Wunsch des Ehepaars an die Stadtverwaltung. Doch Stadt-Pressesprecher Herbert van Stephoudt kann ihnen keine Hoffnung auf Änderung machen.

"Aufgrund der Linksabbiegespur auf dem Südwall, die dringend benötigt wird, damit Fahrzeuge und vor allem Busse, die vom Südwall aus in Richtung Bahnhof abbiegen müssen, den geradeaus in Richtung Westwall und Burgstraße fahrenden Verkehr nicht blockieren, eignet sich der Platz vor dem Haus der Eheleute Begrich-von Moock leider nicht für einen Parkplatz", schreibt er an die Redaktion.

Auch ein kurzfristiges Parken, was bei einer entsprechenden Regelung prinzipiell auch anderen Verkehrsteilnehmern möglich wäre, würde einen Rückstau in Richtung Ampel auslösen. Eine Wegnahme der Linksabbiegespur wiederum würde den Verkehrsfluss auf dem Südwall bei durchschnittlich starkem Verkehrsaufkommen zum Erliegen bringen.

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Die Stadt Geldern hat laut Pressesprecher zudem geprüft, ob eventuell eine Erschließung der Grundstücke durch den Ausbau einer rückwärtigen Zufahrt möglich wäre. Dies kann jedoch leider nicht realisiert werden. "Weil es sich da um ein Bodendenkmal handelt", ergänzt Dieter Schade vom Seniorenbeirat, der in dieser Angelegenheit damals auch involviert war.

Einen ebenerdigen Stellplatz im Marktparkhaus brachte Stadtpressesprecher van Stephoudt als mögliche Ersatzlösung ins Spiel. Diesem Angebot gegenüber ist Jost Begrich nicht abgeneigt. "Aber als Kompensation müsste das kostenreduziert sein", meinte der 74-Jährige gegenüber der RP. Und das müsste dann auch für die Nachbarn rechts und links gelten, die das gleiche Problem haben. Eine entsprechende Eingabe haben die Anwohner mittlerweile an die Stadtverwaltung geschickt.

Einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz sieht Begrich im Handeln der Stadt trotzdem weiterhin. "Andernorts sind innerhalb des Stadtzentrums zusätzliche Anliegerplätze geschaffen worden", verweist er auf Harttor, Ostwall und Gelderstraße. "Uns wurde diese Möglichkeit radikal genommen und verwehrt." Hier sei die Stadt in der Pflicht, die seit 2004 entstandene Ungerechtigkeit zu kompensieren.

(RP)