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Bürgermonitor aus Geldern über die Verlegung eines Glascontainers.

Bürgeranfrage aus Geldern : Glascontainer bleibt an der Annastraße

Die Stadt Geldern sieht keine Möglichkeit, dem Bürgerwunsch nach einem neuen Standort für den Abfallbehälter zu folgen. Ein anderer Platz bringe zu viele Nachteile mit sich, heißt es.

Mit der Nachtruhe war es oft nicht weit her für Peter Kroppen. Immer wieder mal wurden er und seine Frau aus dem Schlaf gerissen, weil wenig rücksichtsvolle Zeitgenossen verbotener Weise ihren Glasmüll nachts entsorgten. In den Glascontainer, der vor dem Haus an der Annastraße steht, in dem die Kroppens wohnen. Deshalb wünscht der Gelderner sich einen neuen Standort für den Abfallbehälter.

Die entsprechende Forderung stellte Peter Kroppen Ende Februar im „Bürgermonitor“ der Rheinischen Post. Der Parkplatz an der Sporthalle Pariser Bahn schwebte ihm als Alternativlösung vor. Oder der Parkplatz an der Bollwerk-Halle. Jetzt traf die Antwort der Gelderner Stadtverwaltung ein. Und die ist negativ.

Die Anregung, die Glascontainer am Edeka-Markt an der Annastraße zum Beispiel zum Parkplatz an der Sporthalle am Bollwerk oder möglicherweise zum Platz am Sporthaus an der Pariser Bahn versetzen zu lassen, seien geprüft worden, teilt der Gelderner Stadt-Pressesprecher Herbert van Stephoudt mit. „Im Ergebnis kommt die Stadt Geldern allerdings nicht umhin festzustellen, dass die Container an der Annastraße sehr gut von den Menschen genutzt werden. Auch sind sie nicht nur mit dem Auto sehr gut zu erreichen, was für die Alternativ-Standorte ebenfalls gilt, sondern auch für Fußgänger. Der Stadt Geldern geht es bei der Bereitstellung zusätzlicher Glascontainer darum, den Menschen die Möglichkeit zu bieten, Altglas auch zusätzlich zu den Abfuhrterminen der Glaskörbe entsorgen zu können. Dazu ist es wichtig, dass sich die Altglascontainer direkt im Wohngebiet befinden und nicht auf weiter entfernten Stellplätzen, wie es auch bei den Parkplätzen an der Pariser Bahn der Fall wäre. Der Weg dorthin wäre für Menschen aus dem Barbaraviertel, die das Altglas nicht mit dem Auto dorthin transportieren können, zu weit.“

Ein weiterer Aspekt, die soziale Kontrolle, spreche ebenfalls für den bisherigen Standort. Van Stephoudt: „Container-Standorte außerhalb von Wohngebieten werden immer wieder zum Ort illegaler Müllentsorgung. Für alle bisherigen Container-Standorte gilt: Sie wurden gemeinsam mit den Ortsbürgermeistern gewählt.“

Letztlich könne man die Vor- und Nachteile jedes Standortes diskutieren. Nach Auffassung der Gelderner Stadtverwaltung sei aber der Platz am Edeka-Markt an der Annastraße nach wie vor der beste Standort für die Nutzer der Container und für den Wunsch, möglichst viel Altglas dem Recycling-Kreislauf zuzuführen.