Geldern: Bratwurst-Stand für die Innenstadt

Geldern : Bratwurst-Stand für die Innenstadt

Der Wortspiele gab es viele, als im jüngsten Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing über den Antrag eines Geschäftsmannes diskutiert wurde. Der Kerkener möchte ganzjährig gegrillte Bratwürste in Geldern anbieten. Erfahrung mit dem Geschäft hat er, denn er steht nicht nur auf der Pfingstkirmes, sondern hat auch die Bratwurst-Bude betrieben, die über den Nikolausmarkt hinaus an der Issumer Straße stand.

Und genau da wollte er auch wieder hin, wenn auch mit einer sehr viel kleineren Version eines Grillstandes. Dabei hatte er allerdings wohl nicht mit dem Widerstand des Werberings gerechnet, der — nach Rücksprache mit seinen Mitgliedern auf der Issumer Straße —, sein Veto einlegte.

Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent hätten einige Geschäfte durch die Bratwurstbude hinnehmen müssen, sagte Simon Kretschmer als Vertreter des Werberings im Ausschuss. Die Vorsitzende Karla Leurs hatte bereits in einem Schreiben an Bürgermeister Ulrich Janssen den Stand an dieser Stelle abgelehnt. Dieser sei "im Eingangsbereich der Fußgängerzone, zwischen Pflanzbeet und Drachenbrunnen, weder geschmackvoll noch eine gestalterische Verbesserung."

Außerdem befürchtet der Werbering, dass Bratwurst-Kunden nach der Mahlzeit mit fettigen Fingern für verschmutzte Waren sorgen könnten. Dieser Einwand verleitete Ausschussmitglied Ivan Toskov (FDP) zu der süffisanten Frage, ob der Werbering denn nun auch die Eisdielen schließen wolle. An einem Eis könne man sich schließlich auch die Finger schmutzig machen.

Am Ende der Diskussion gab es aber schließlich eine Einigung, mit der wahrscheinlich alle Beteiligten gut leben können. Dienstags, freitags und samstags darf der Bratwurst-Stand in der Innenstadt aufgebaut werden. Allerdings nicht direkt auf der Issumer Straße — sondern ein paar Meter weiter auf dem großen Markt unter den Platanen vor "Takko". Damit sei der Stand in den Wochenmarkt mit eingebunden, ohne aber Auf- oder Abbauarbeiten zu stören, hofft Hauptamtsleiter Achim Ingenillem.

Nun muss der Antrag noch durch den Hauptausschuss. Dort geht es am Donnerstag, 3. April, ab 18 Uhr "um die Wurst".

(cbr)
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