Brand in Issum: Feuer auf Hof - Feuerwehr war im Großeinsatz

Brand in Issum : Feuer auf Hof - Feuerwehr im Großeinsatz

Am Sonntagabend ist ein leerstehender Hof in Issum abgebrannt. Das Wohnhaus und Ställe standen in Flammen. 108 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz und retteten einen eingesperrten Hund aus dem Gebäude.

Es sind erschreckende Szenen, die sich in Issum abgespielt haben. Die Flammen schlagen aus den Fenstern, das Dach ist bereits eingestürzt, das Feuer wandert von Haus zu Haus. Am späten Sonntagabend ist ein Feuer auf einem Hof an der Niederwalder Straße ausgebrochen und hat dort mehrere Gebäude zerstört.

Der Notruf ging bei der Feuerwehr gegen 23.40 Uhr ein, wie die Polizei mitteilte. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das komplette Bauernhaus in Vollbrand, berichtet ein Sprecher der Feuerwehr Issum am darauffolgenden Morgen. Nicht nur das Wohnhaus, sondern auch die angrenzenden Stallungen brannten lichterloh. Beinähe hätten die Flammen auf eine angrenzende Gerätehalle übergegriffen, doch das konnte noch von der Feuerwehr verhindert werden.

Der Hof stand zum Brandzeitpunkt leer, da sich der Bewohner derzeit im Krankenhaus befindet. Ein Hund, der offenbar in den vergangenen Tagen regelmäßig von einem Verwandten des Bewohners versorgt wurde, war jedoch in den schon teilweise eingestürzten Stallungen eingeschlossen. Das Tier konnte unverletzt von den Feuerwehrleuten gerettet werden.

Insgesamt waren 108 Einsatzkräfte mit 21 Fahrzeugen vor Ort. Die Feuerwehren aus Issum und Sevelen wurden von Löschzügen aus Kamp-Lintfort, Sonsbeck und Geldern unterstützt. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Versorgung mit Löschwasser gestaltete sich dem Sprecher zufolge schwierig. Das Wasser musste über längere Wegstrecken von Löschwasserbrunnen der Nachbargemeinden und Nachbarhöfe an die Brandstelle verlegt werden. Die Feuerwehr Kamp-Lintfort brachte zudem 20.000 Liter Wasser mit.

Die Löscharbeiten zogen sich über den gesamten Montagvormittag hinweg. Zudem wurden Straßen an dem Hof gesperrt. Die Sperrungen wurden erst um 9.30 Uhr wieder aufgehoben. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 300.000 Euro. Eine Gefahr für die umliegenden Häuser habe nicht bestanden. Am Montag hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Was das Feuer ausgelöst haben könnte, ist derzeit noch völlig unklar.

Stutzig macht allerdings, dass zur gleichen Zeit ein Hof am Doelenweg in Haffen-Mehr in Rees in Flammen stand. Eine Scheune, in der Strohlballen gelagert waren, war in Brand geraten. Das Feuer griff auch auf das Wohnhaus über und zerstörte beide Gebäude komplett. Die Bewohner des Nachbarhofes hatten den Brand gegen 20.15 Uhr entdeckt und die Feuerwehr gerufen. Die Einsatzkräfte ließen die Gebäude kontrolliert herunterbrennen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Auch hier ermittelt die Kriminalpolizei wegen der noch ungeklärten Brandursache.

Großbrand in Issum. Dort steht ein leer stehendes Gehöft in Vollbrand. Die Wasserversorgung war schwierig. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Gebäude. Weitere Bilder mit mehr Flammen folgen. Foto: Schulmann

Ob ein Zusammenhang zwischen den Feuern in Issum und Rees besteht, ist nach Angaben der Polizei noch völlig unklar.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Brand auf Gehöft in Issum

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