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Kommunalwahl 2020: Bewerber fürs Rathaus Wachtendonk

Kommunalwahl 2020 : Bewerber fürs Rathaus Wachtendonk

Das Rennen um Wachtendonks Bürgermeistersessel ist so offen wie nie zuvor. Die Kandidaten im Überblick.

Wenn im nächsten Herbst Kommunalwahl ist, werden die Wachtendonker aller Voraussicht nach zwischen so vielen Bürgermeisterkandidaten aussuchen können wie nie zuvor. Nach jetzigem Stand streben vier Personen danach, den Bürgermeistersessel im Wachtendonker Rathaus zu besetzen. Bei einigen Parteien in der Niersgemeinde laufen noch Überlegungen hinsichtlich einer Nominierung.

Die Entscheidung von Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt, der sich bekanntlich aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut bewerben möchte, hat seine Parteifreunde von der CDU überrascht, wie Fraktionsvorsitzender Joachim Oomen einräumte. „Er war doch wieder voll im Amt nach seiner Rückkehr im Januar“, so das Ratsmitglied. Für die CDU gehe es erst einmal darum, für jeden Wahlbezirk Kandidaten zu finden. Und dann stellt sich die Frage: Einen Bürgermeisterbewerber von außerhalb wie 2015 oder jemand aus den eigenen Reihen? Oomen: „Eine Entscheidung darüber ist noch zu früh, wir müssen das erst mal sacken lassen.“

Bei der SPD sind die ersten Weichen bereits gestellt worden. Frank Isler, als Nachrücker erst seit kurzer Zeit im Wachtendonker Gemeinderat, hat seine Bereitschaft zur Kandidatur zugesagt und vom Vorstand auch entsprechende Signale bekommen. „Es kann aber auch sein, dass es einen Kandidaten aller Parteien gibt. Die Suche läuft“, erklärte der langjährige SPD-Ratsherr Hans-Joachim Ebel, der sich bereits dreimal als Bürgermeisterkandidat in Position brachte. Da es keine Stichwahl mehr gibt, solle vermieden werden, dass jemand mit einem Ergebnis von um die 20 Prozent Bürgermeister wird.

Chef im Wachtendonker Rathaus würde gerne auch Ludwig Ramacher werden. „Es muss aber noch formal der Beschluss gefasst werden“, erklärte der Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Wachtendonker Rat. Für Ramacher wäre es die dritte Kandidatur um den Chefposten der Wachtendonker Gemeindeverwaltung.

Als Einzelkandidat trat Berthold Perret 2015, unterstützt von der SPD, gegen Aengenendt an und holte 26,5 Prozent der Stimmen. Jetzt wirft er ein zweites Mal seinen Hut in den Ring. „Ich habe oft darüber nachgedacht und bin häufiger gefragt worden“, begründet der 62-Jährige seinen Entschluss. Und sollte es bei der erwarteten Anzahl von Kandidaten bleiben, könnte das damalige Ergebnis diesmal für den parteilosen Einzelbewerber reichen.

Bei der WBV gibt es nach Auskunft von Parteimitglied Günter Seidel „jemanden, der es potentiell machen würde“. Dieser Kandidat gehört nicht der Ratsfraktion an. Es gebe noch keine formalen Beschlüsse. Die entsprechende Versammlung ist für November geplant.

Die WWG will sich an Sachthemen orientieren, wie Fraktionsvorsitzender Matthias Küppers mitteilte. Daran habe sich mit dem angekündigten Rückzug von Bürgermeister Aengenendt nichts geändert. „Wir beabsichtigen nicht, einen eigenen Bewerber aufzustellen“, so Küppers. Vielmehr wolle man im Gespräch mit möglichen anderen Bürgermeisterkandidaten abklopfen, inwieweit WWG-Themen jeweils berücksichtigt werden.