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Bestellungen im Internet kurbeln Bofrost-Geschäft an

Positive Bilanz für Straelener Unternehmen : Bofrost wächst in neuem Look weiter

Der europäische Marktführer im Vertrieb von Tiefkühlkost schließt das Wirtschaftsjahr 2021/22 mit einer positiven Bilanz ab. Vor allem die Bestellungen über das Internet kurbeln das Geschäft an. 

Nach dem starken Wachstum im ersten Pandemie-Jahr schließt Bofrost auch das Wirtschaftsjahr 2021/22 (1. März 2021 bis 28. Februar 2022) mit einem positiven Ergebnis ab. Seinen Gesamtumsatz steigerte der in Straelen ansässige europäische Marktführer im Direktvertrieb von Eis- und Tiefkühlspezialitäten leicht auf 1,566 Milliarden Euro. Am meisten legte der Umsatz in Deutschland zu, und zwar um 3,6 Prozent. Auch in Frankreich sei ein ordentliches Wachstum zu verzeichnen gewesen, führte Unternehmenssprecherin Anja Pelzer beim Pressegespräch am Mittwoch aus.

Der größte Treiber für das Bofrost-Geschäft war der E-Commerce, also die Bestellungen der Kunden im Internet. Hier verzeichnete das Unternehmen einen Zuwachs von 21,4 Prozent. Dieser Sektor wurde in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut. Genau 6206 Verkaufsfahrzeuge sind für Bofrost in ganz Europa unterwegs, davon 3074 auf deutschen Straßen. Sie liefern das Sortiment an immer mehr Kunden. Mittlerweile sind es rund 4,3 Millionen Haushalte in zwölf Ländern, was einem Plus von 4,1 Prozent entspricht. Hauptmarkt bleibt Deutschland mit 2,3 Millionen Kundenhaushalten. Damit, so Anja Pelzer, habe Bofrost weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelversorgung in Pandemie-Zeiten geleistet – mit kontaktloser Belieferung bis an die Haustür und unter Einhaltung strenger Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

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Mit Beginn des Jahres 2022 gab es Überlegungen zu einer strategischen Neuausrichtung. Unter anderem mit einem jüngeren Markenauftritt, mit einem neuen Logo, mit entsprechender Neulackierung der Verkaufsautos. Außerdem sollen spezielle neue Kundengruppen gezielt angesprochen werden. Da gilt es zum Beispiel herauszufinden, ob an neuen Sortimenten Interesse besteht, an Speziallinien oder an einer besonderen Form des Services.

Verhalten fällt der Blick auf das am 1. März gestartete neue Bofrost-Wirtschaftsjahr aus. Der Grund ist vor allem der Krieg in der Ukraine. Insbesondere Probleme bei den Lieferketten, die zunehmend angespannte Lage bei der Warenbeschaffung und die extremen Kostensteigerungen für Rohwaren, Energie und Kraftstoff stellen eine massive Belastung für den weiteren Geschäftsverlauf dar.

„Es steht außer Frage, dass die aktuelle Situation uns, genau wie die gesamte Lebensmittelbranche, vor enorme Herausforderungen stellt“, so Jörg Körfer, Beiratsvorsitzender der Bofrost-Familienunternehmen. Dennoch sei man bei Bofrost zuversichtlich, trotz der zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen die gewohnte Belieferung der Kunden auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Laut Körfer ist Bofrost mit Rückenwind in das neue Jahr gestartet, befinde sich auf Zukunftskurs. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung sollen Service und Angebote noch individueller an die sich kontinuierlich verändernden Wünsche der Kunden angepasst werden. Aktuell geschehe der „größte Marken-Relaunch seit 18 Jahren“ beim Katalog, mit einer neuen App und dem neuen Design der Bofrost-Verkaufsfahrzeuge. Für die werden übrigens, wie Anja Pelzer erklärte, nach wie vor neue Fahrer gesucht. Sie sind für die Kunden, mit digitaler Unterstützung, auch Berater in dem Bemühen, die Ansprüche möglichst alle zu erfüllen.