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Bernadette Spinnen, Vorsitzende der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing

Bernadette Spinnen, Vorsitzende der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing : Das neue Diskutieren ist Ausprobieren

Die Vorsitzende der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) hatte es sich nicht nehmen lassen, die Deutsche Stadtmarketingbörse 2021 im Kreis Kleve von der ersten bis zur letzten Minute persönlich zu begleiten. Hier ihr Fazit.

Drei Tage lang tagten 200 Stadtmarketing-Fachleute auf Einladung der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) und der Kreis-WfG in Geldern. Es ging bei der Deutschen Stadtmarketingbörse um die Zukunft der Innenstädte. Zum Abschluss baten wir die Vorsitzende Bernadette Spinnen um ein Fazit.

Kommen wir nach drei Tagen Tagung zur Ausgangsfrage zurück: Sind unsere Innenstädte noch zu retten?

Bernadette Spinnen Wenn man sich wie ich zwei Tage lang über die Praxis von Stadtoptimisten in vielen Städten Deutschlands informiert hat, dann ist das Fazit: Es arbeiten überall viele kreative und sehr motivierte Menschen in Verwaltungen, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft daran, dass es in den Städten gut weiter geht. Viele haben sich auf den Weg gemacht ,in den meisten Städten hat ein gemeinsames Nachdenken mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über die Innenstadt begonnen und erste Ergebnisse kann man auch schon sehen. Dieser Prozess wird aber sicher lange dauern und ist je nach Stadt verschieden – aber er wird die Städte gut in die Zukunft bringen.

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Was nehmen Sie persönlich für Ihre Arbeit mit?

Spinnen Ich bin in der Ahnung bestärkt worden, dass das neue Diskutieren das Ausprobieren ist. Wir müssen gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Planung und Mobilität und mit vielen Kreativen aus der Stadt neue Dinge in der Stadt ausprobieren, um danach zu bewerten, welche anderen, neuen Ideen es für den Stadtraum gibt. Wir müssen viel mehr zuhören als selbst machen. Und: Das Stadtmarketing wird neue Aufgaben bekommen und sich stärker als bisher auch um die Innenstadt mit ihren Alltagsfunktionen kümmern müssen – nicht nur mit schönen Events, sondern mit der ganz alltäglichen Stadt für alle.

 Wie bleiben Geldern und der Kreis Kleve in Ihrer Erinnerung?

Spinnen Zunächst als hervorragende, charmante und kreative Gastgeber. Wir haben eine Begleitung und ein Rahmenprogramm auf allerhöchstem Niveau geschenkt bekommen und haben uns wert geschätzt und willkommen gefühlt. Den Kreis Kleve haben wir als überaus interessante und überraschende Region kennen gelernt, die mit dem Sich-neu-Erfinden schon gute Erfahrungen gemacht hat – und dass die Region auch touristisch viel zu bieten hat , wissen jetzt alle Städte in Deutschland! Das war Klasse – in jeder Hinsicht!