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Bauprojekt in Geldern: Der Neubau für die Gesamtschule kommt

Bauprojekt in Geldern : Neubau für die Gesamtschule kommt

Auf dem Gelände an der Königsberger Straße soll ein Schulgebäude mit genug Platz für sechszügige Jahrgänge entstehen. Die Investition für die Gesamtschule ist eines von drei Großprojekten in der Gelderner Schullandschaft.

Das Hin und Her ist beendet: Der Neubau für die Gesamtschule Geldern ist vertraglich in trockenen Tüchern. Vergangene Woche sind die Verantwortlichen zur Unterzeichnung zusammen gekommen. Direkt auf der künftigen Baustelle zwischen der Fleuth und dem Schulgebäude an der Königsberger Straße trafen sich die Vertreter der Gelderner Bau Gesellschaft, der Stadt Geldern und des Architekturbüros Engelbert Hanßen.

Damit soll der Platzmangel an der 2018 gegründeten Gesamt­schule bald ein Ende haben. Möglich wird das durch ein Umziehen der Gelderner Schulen. Die Realschule An der Fleuth zieht auf das Gelände der Geschwister-Scholl-Schule in Veert. Die Hauptschule ist seit Ende des vergangenen Schuljahres aufgelöst ist. Somit gibt es in dem Realschul-Gebäude an der Königsberger Straße mehr Platz für die schnell wachsende Gesamtschule. Ausreichend für die sechszügigen Jahrgänge ist das aber nicht. Der Bau eines weiteren Schulgebäudes ist notwendig.

„Wir planen einen zweigeschossigen Neubau, der sich in der Höhe dem bestehenden Schulbau anpasst“, sagte Thomas Mutz, Geschäftsführer der Gelderner Bau Gesellschaft. Das Gebäude, das eine Nutzfläche von etwa 5000 Quadratmetern bieten wird, entsteht westlich des jetzigen Bestandsgebäudes auf der Rasenfläche. Ein Gang verbindet Neu- und Altbau und schließt an das bereits vorhandene Treppenhaus an. Ein Detail, auf das Architekt Engelbert Hanßen aus Geldern besonders großen Wert legt, denn es ermöglicht eine leichte Orientierung im Gebäude.

Startschuss für den Neubau an der Gesamtschule mit Vertretern der Gelderner Bau Gesellschaft, der Stadt, des Architekturbüros Engelbert Hanßen. Foto: Herbert van Stephoudt

„Meine Mitarbeiter und ich freuen uns auf die anspruchsvolle Aufgabe. Wir werden mit vorhandenen Mitteln den Rahmen für optimale Lern- und Arbeitsbedingungen schaffen, um damit den Ansprüchen von Schülern und Lehrern gerecht zu werden“, so Engelbert Hanßen. Im Vordergrund der Planungen, sagte der Architekt, stünden Funktion, Akustik und Raumklima.

Wie Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser mitteilte, ermöglicht das neue Gebäude, jeweils eine sechszügige Jahrgangsstufe gemeinsam auf einer Ebene zu unterrichten. „Wir haben immer großen Wert darauf gelegt, gemeinsam mit der Schule zu planen. Der Neubau entspricht daher dem gemeinsam entwickelten Konzept von Professor Hausmann und berücksichtigt modernste pädagogische Gesichtspunkte“, so Sven Kaiser.

Im Zentrum entsteht eine gemeinsam Zone, um die sich die Klassen- und Differenzierungsräume sowie die Toiletten gruppieren. „Die Gebäudeanordnung erinnert ein wenig an ein H. Das hat verschiedene Vorteile“, erklärt Thomas Mutz von der Baugesellschaft. „Einerseits schaffen wir unterschiedliche Außenbereiche, die wir mit altersbezogenen Elementen gestalten werden, andererseits verbleibt eine angemessen große Grünanlage.“ Die Möglichkeit der Erweiterung für Oberstufe, Mensa und ein größeres Forum bleibe erhalten, heißt es.

Der Neubau ist eines von drei Großprojekten in der Gelderner Schullandschaft: Der Umzug der Realschule nach Veert, die Erweiterung der Gesamtschule und ein möglicher Neubau der Gymnasien.

Zudem stehen Sanierungen an allen Schulstandorten an. Bürgermeister Sven Kaiser hatte angekündigt, dass die Stadt Geldern einen Betrag von rund 100 Millionen Euro in die Bildung investieren wolle.