Chorkonzert Musik voller Zuversicht in Walbeck

Walbeck · Das Publikum hörte in St. Nikolaus Werke von John Rutter und Mack Wilberg. Die Kompositionen sollen einen positiven Gegenpol zum Pessimismus setzen.

Chor und Orchester wurden in Walbeck mit viel Beifall belohnt.

Chor und Orchester wurden in Walbeck mit viel Beifall belohnt.

Foto: Norbert Prümen

Ein fulminantes Konzert für Chor und Orchester war in der St.-Nikolaus-Kirche in Walbeck zu erleben. Kirchenmusiker Stefan Janßen hatte für seinen Chor ein Programm mit geistlicher Musik aus neuerer Zeit zusammengestellt.

Zu hören waren unter dem Thema „Be thou my vision – Ein Konzert der Hoffnung“ Stücke von John Rutter (geboren 1945), einem der bekanntesten Kirchenmusiker Englands, und Werke des US-Amerikaners Mack Wilberg (geboren 1955), Leiter des weltberühmten „Mormon Tabernacle Choir“ in Salt Lake City. Die Musik beider Komponisten atmet tiefe Zuversicht, Trost und Vertrauen auf Gottes Güte und steht dabei auf dem Boden der großen, auch sinfonischen Kirchenmusiktradition. Ihre zunehmende Beliebtheit erklärt sich durch äußerst eingängige Melodien, eine farbige Instrumentierung und überraschende harmonische Wendungen. Die Auswahl dieser positiven Musik sollte einen Gegenpol setzen zu Pessimismus, Mutlosigkeit und Verzweiflung angesichts der Zerrissenheit und der Probleme in der heutigen Zeit.

Trotz einiger Bedenken und Probleme wegen der Corona-Krise hatte sich der Chor an die Erarbeitung der insgesamt 14 Werke gewagt. Dem Publikum des ausverkauften Konzertes wurden Werke von sehr unterschiedlicher Art geboten. Vertonte Gebete und Segenswünsche in ruhig getragenem Tempo wechselten sich ab mit fröhlichen, raschen Stücken und teilweise spektakulären Rhythmen. Während Rutters Musik durch eine durchsichtige, kammermusikalische Gestaltung gefiel, beeindruckten die Werke von Wilberg durch ihre groß angelegte, sinfonische Instrumentierung und enorme stimmliche Anforderungen an die Sänger.

Das groß besetzte Orchester überzeugte durch ein perfektes Zusammenspiel: Aufmerksam und präzise folgten die Musiker dem Dirigat von Janßen und begleiteten den Chor, ohne ihn zu überdecken. Vor allem bei den „Four Folk-Hymns“ im Mittelteil des Konzertes überraschte die enorme Klangfülle.

Der Chor an St. Nikolaus zeigte sich mit über 60 Mitwirkenden in beeindruckender Form. Man merkte den Sängern ihre Freude und die intensive Vorbereitung an. Mit einer warmen, sicheren Tongebung und großer dynamischer Gestaltungsfähigkeit begeisterten sie das Publikum. Lang anhaltender Applaus und Jubel belohnten die Ausführenden am Ende des eindrucksvollen Konzertes, das mit einer Zugabe endete.

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